Policen
Beim Rechtsschutz zählen die Details

Schnell landen Streitigkeiten vor Gericht. Gerüstet fühlt sich, wer eine Rechtsschutzversicherung hat. Doch hier kommt es auf die Details an, ob sie tatsächlich etwas nützt.

HB AUGSBURG. Gerichte müssen sich mit immer mehr Verfahren herumschlagen. Ein Grund dafür: Immer mehr Menschen haben eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen, werden klagefreudiger. Doch gerade deshalb empfiehlt es sich unter Umständen, genau dies ebenfalls ins Auge zu fassen: den Abschluss einer Versicherung.

Nach einer Umfrage des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG halten zwei Drittel der Bundesbürger (64 Prozent) den Besitz einer Rechtsschutzversicherung für wichtig, 15 Prozent sogar für unverzichtbar. Im Vergleich zu 2005 habe die Bedeutung des Rechtsschutzes in der Wahrnehmung der Bevölkerung damit weiter zugenommen, wertet das Institut seine Vergleichszahlen. 2005 hielten 60 Prozent eine Police für wichtig.

Nach der aktuellen Umfrage halten lediglich elf Prozent der Bevölkerung den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung für überflüssig. Nach Angaben der Marktforscher besitzen derzeit rund zwei von fünf Bundesbürgern eine oder mehrere Rechtsschutz-Versicherungen.

Beim Abschluss einer Police sollten Versicherungskunden aber auf die Details achten, rät Wolfgang Schütz, Vorstandsmitglied des Finanzportals Aspect online: "Wer die Angebote untereinander vergleicht, kann sich durchaus umfassend und günstig versichern – wenn auf einige Dinge geachtet wird." Wesentliche Unterschiede gebe es zum Beispiel in der Höhe der Deckungssumme. Sie definiert, bis zu welchem Betrag der Versicherer die anfallenden Kosten aus dem Gerichtsverfahren übernimmt.

Schütz empfiehlt "in der Regel einen Betrag von mindestens 200 000 Euro". Zudem solle der Rechtsschutz auch bei Auslandsaufenthalten in ganz Europa gelten. In vielen Fällen könne der Lebenspartner beitragsfrei mitversichert werden. Wichtig sei auch die Frage, welche Lebensbereiche der Versicherungsschutz umfassen soll. So werde etwa von Automobilverbänden der Abschluss einer Verkehrsrechtsschutzversicherung empfohlen.

Daneben könne aber zum Beispiel auch noch eine Versicherung für Wohngebäude und Grundstück oder einfach für den gesamten privaten Bereich abgeschlossen werden. "Eine umfassende Privatrechtsschutzversicherung für die ganze Familie gibt es schon für rund 200 Euro im Jahr", so Schütz. Die günstigsten Versicherungen seien aber bereits unter 80 Euro erhältlich.

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