Preisvergleich
Was Billigtarife in der Privaten Krankversicherung taugen

Privaten Krankenschutz gibt es zwar manchmal schon für 100 bis 200 Euro. Doch die meisten dieser Lockvogelangebote haben ein schlechtes Leistungsniveau und kosten mehr als gedacht. Die Tücken von Billigtarifen.
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DüsseldorfDie privaten Krankenversicherer locken gerne mit günstigen Prämien. Doch selbst in sogenannten Einsteigertarifen mit schlechten Leistungen müssen Kunden nun oft mit Monatsprämien von mehr als 200 Euro rechnen. Das ergaben dem Handelsblatt vorliegende Berechnungen von 14 Billigtarifen, die das Analysehaus Franke & Bornberg für einen 32 Jahre alten Musterkunden untersucht hat. 

Bei den Männern liegen die Prämien nur bei fünf von 14 Tarifen unter 200 Euro, bei den Frauen waren es sogar nur zwei von 14 Tarifen. Im Schnitt bezahlten die 32 Jahre alten Männer 230 Euro im Monat und die gleichaltrigen Frauen 284 Euro Tarifen mit Grundschutz. Im Vergleich zum Vorjahr sind damit die Prämien für Männer im Schnitt um 30 Euro gestiegen, für Frauen dagegen nur um 12 Euro. 

Hintergrund: Viele der gut 40 privaten Krankenversicherungen haben in der Vergangenheit neue Kunden vor allem mit einem großen Preisvorteil gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gelockt. Während gut verdienende Angestellte bei den Krankenkassen rund 600 Euro im Monat zahlen, boten die Krankenversicherer besonders preiswerte Produktlinien an, sogenannte „Einsteigertarife“. 

Den Versicherten sei dabei oft nicht bewusst gewesen, dass sie sich für eine private Krankenversicherung (PKV) entschieden, die in einigen Bereichen noch nicht einmal mit der gesetzlichen Krankenversicherung mithalten könne, warnen Experten. 

Kommentare zu " Preisvergleich: Was Billigtarife in der Privaten Krankversicherung taugen"

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  • Auch Billigtarife können sehr seriös sein, so sind die Tarife der HUK Coburg Kranken z.B. von der Stiftung Warentest mit gut bis sehr gut bewertet.
    Wer sich vom gesetzlichen System verabschiedet muss wissen, das er für den Vorteil der Freiheit auch das Marktrisiko einkauft. Und dort gibt es immer gute und schlechte Produkte. Dort heisst es selbst Schuld, wer so blöde ist die Schlechten zu kaufen.
    Nun ist es bei der PKV nicht ganz so einfach. Das liegt aber an der mangelnden Transparenz. Und das ist gewollt, auch von der GKV.
    Denn gäbe es diese Transparenz würden noch viel mehr Leute das gesetzliche System verlassen, auh das ein Grund, gegen die PKV zu sein.
    Insofern ist die derzeitige Berichterstattung über PKV erbärmlich tentendizös. Es geht gar nicht darum, die Mängel zu beseitigen, sondern das System.
    Und das auch nur aus einem Grund, man will an die Altersrückstellungen der Versicherten heran um den Kollaps der GKV hinauszuzögern.
    Gesetzlich Versicherte sollten sich keinerlei Illusionen hingeben, dass sich an ihren Leistungen oder Beiträgen, außer kurzfristigen Schwankungen irgendwas zum Positiven ändern könnte, wenn es die PKV nicht mehr gäbe.
    Das Gegenteil ist da wahrscheinlicher, weil die höheren Vergütungen der PKV Druck auf die Preise der GKV herausnehmen.
    Die aktuelle Diskussion hat also nur einen Teils machtpolitischen, teils ideologischen Hintergrund, sonst nichts.
    Um echten Verbraucherschutz geht es nicht, denn den kann man mit Transparenzregeln erzwingen, ohne die Kalkulation der Unternehmen direkt zu behelligen.
    Neoliberalismus ist eine Form der indirekten Planwirtschaft durch Privilegierung von Marktteilnehmern. Und damit das Gegenteil von Marktwirtschaft.
    Und genau das hat die Finanzkrise verursacht und soll nun das Allheilmittel sein?
    Ob diese privilegierung für private oder staatliche Unternehmen gilt ist unerheblich, der Effekt ist der selbe.
    Einfach pervers.

    H.

  • @ Kin

    Wer keine Ahnung hat, soll einfach mal die Fresse halten!

  • @ anaonymus_007

    Schon mal an einen Tarifwechsel gedacht?!

    Dieser Göker ist kein typischer Versicherungsmakler - sondern der Anführer eines Strukturunternehmens (Drücker). Dieses Unternehmen ist eine absolute Ausnahme im Markt! Hoffen wir, dass es so etwas nicht mehr geben wird!

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