Prepaid-Karten
So landen kleine Shopping-Queens nicht in den Miesen

Ihr Taschengeld sammeln viele Kinder längst nicht mehr in der Spardose, sondern auf dem Giro-Konto. In manchen Situationen kann sogar eine Kinder-Kreditkarte sinnvoll sein. Die günstigsten Angebote.
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DüsseldorfWas macht Mama, wenn sie im Bikini am Südseestrand entlang läuft und plötzlich Hunger auf ein Eis bekommt? Na klar, sie zückt im Kiosk ihre Kreditkarte, die sie elegant unter die Schwimmbekleidung geklemmt hatte. So wurde in der Werbung lange Zeit der Vorteil des Plastikgeldes angepriesen.

Und was Mama kann, sollen Tochter und Sohn natürlich auch können: Im Ausland ganz einfach bargeldlos bezahlen. Damit das Ganze nicht zu riskant ist, bekommen die Kinder jedoch keine herkömmliche Kreditkarte, sondern eine Prepaid-Karte. Mit dieser sollen sie nur so viel Geld ausgegeben können, wie zuvor auf die Karte gebucht wurde – ähnlich wie bei einem Prepaid-Handy.

Zugegeben, ob die junge Frau am Strand bereits Mutter ist, wurde in der Werbung gar nicht verraten. Und bevor Eltern solche Verträge für ihre Kinder abschließen, sollten sie gut überlegen, ob ihr Nachwuchs bereits mit den Karten umgehen kann. Außerdem sollten sie die Konditionen vorab sehr genau prüfen.

Für Handelsblatt Online hat die FMH Finanzberatung erstmals die Kosten und Bedingungen von Prepaid-Karten unter die Lupe genommen, die sich explizit auch an unter 18-Jährige richten. „Unterschieden haben wir zwischen solchen Karten, die es nur in Verbindung mit einem Konto bei der jeweiligen Bank gibt und solchen, die unabhängig davon sind“, erklärt Sigrid Herbst von FMH.

Ausschlaggebend für die Platzierung im FMH-Ranking waren vor allem die Kosten. Bei den kontounabhängigen Karten bewegten sich die jährlichen Kosten zwischen zehn und 22 Euro. Hinzu kommen teils saftige Gebühren für Barabhebungen – sowohl im Inland als auch im Euro-Land.

„Mindestgebühren von fünf Euro pro Abhebung oder mehr sind schon happig, insbesondere, weil Kinder wohl eher kleinere Beträge abheben“, sagt Herbst. 50 Euro abgehoben und fünf Euro Gebühren bezahlt: Macht zehn Prozent Barabhebungsgebühr. Immerhin: „Die Gebühren für Barabhebungen bei den Prepaid-Karten sind mit herkömmlichen Kreditkarten vergleichbar“, sagt Herbst. Eine Art Prepaid-Aufschlag gibt es also nicht.

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Vorteil bei Aufenthalt im Ausland

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Jugendschutz und Kontrolle inklusive

Kommentare zu " Prepaid-Karten: So landen kleine Shopping-Queens nicht in den Miesen"

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  • @Auenland

    Richtig, die Frage ist berechtigt. Aber der tiefere Sinn von Kreditkarten ist (auch bei Erwachsenen) die Verschuldung.

    Wer verschuldet ist, ist abhängig. Wer abhängig ist, muckt nicht auf.

  • Autor: Katharina Schneider

    Ich frage mich wie verroht, erkaltet, abgestumpft, abgrundtief böse eine FRAU sein muß, welche so einen Artikel fabriziert, indem Eltern offen dazu ermutigt werden, ihre Kinder zu Konsumzombies ("Shopping-Queen"!) und Schuldsklaven zu machen?!

    Was ist das nur für eine ekelerregende Gesellschaft die aus Frauen solche Monster gemacht hat?

  • Amerika lässt grüßen, wir geben schon einmal das Geld aus was wir noch gar nicht haben und wenn eine Kreditkarte gesperrt wird nehmen wir halt die nächste. Es gibt nicht ohne Grund soviele Menschen die verschuldet sind. Die meisten Erwachsenen kommen schon mir ihren Kreditkarten nicht klar, was sollen Kinder dann damit anfangen? Warum bieten wir dann nicht direkt Kredite für 10 oder 12 jährige an?

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