Private Anleger meiden Aktien und setzen auf Sparbücher
Bei der Altersvorsorge gehen die Deutschen auf Nummer sicher

Für 85 Prozent der Bundesbürger ist die Altersvorsorge das attraktivste Sparziel. Doch vier von zehn Bundesbürgern legen nach eigenen Angaben monatlich nichts für die Altersvorsorge zurück.

fmd/dpa BERLIN. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband am Dienstag in Berlin vorstellte.

Die drohende Lücke bei der Altersvorsorge wird auf absehbare Zeit nicht zu schließen sein. „Es ist nicht zu erwarten, dass die hohe Zahl der Nicht-Sparer bald sinken wird“, sagte DSGV-Präsident Dietrich Hoppenstedt. Denn 18 Prozent der Bürger würden ihre finanzielle Situation heute eher als schlecht einstufen, und 13 Prozent sehen sich nicht in der Lage, eigenständige Vorsorge zu betreiben.

Bei den Menschen, die Vorsorge betreiben, fristen Aktienengagements ein Schattendasein. Trotz erfreulicher Börsenentwicklung planen nur sieben Prozent der Befragten Aktienkäufe. Sicherheit steht für die privaten Investoren an erster Stelle bei ihren Vorsorgeaktivitäten. Auf die Frage, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Vermögenssituation geplant sind, schneidet das Sparbuch (21 Prozent) am besten ab. Es folgen selbst genutzte Immobilien (17 Prozent) und Rentenversicherung (zwölf Prozent). Gleichauf mit je zehn Prozent rangieren der Bausparvertrag, fremd genutzte Immobilien und die betriebliche Altersvorsorge.

Unterdessen teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit, dass die Spartätigkeit der Deutschen insgesamt steigt. In den ersten sechs Monaten 2005 legten sie im Schnitt 160 Euro pro Monat oder insgesamt 78,6 Mrd. Euro auf die hohe Kante, wie die Behörde mitteilte. Dies entspricht einem Anstieg von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Sparquote, damit wird der Anteil der Ersparnisse am verfügbaren Einkommen der Haushalte bezeichnet, kletterte im ersten Halbjahr 2005 auf 10,6 Prozent. Im Vorjahr betrug sie 10,4 Prozent, im Jahr 2000 erreichte die Quote gar nur magere 9,2 Prozent. Anfang der 90er-Jahre dagegen lag sie bei mehr als zwölf Prozent.

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