Private Haftpflicht: Gefährlicher Leichtsinn

Private Haftpflicht
Gefährlicher Leichtsinn

Die Private Haftpflicht braucht jeder, doch viele verzichten darauf. Dabei ist der Beitrag niedrig, der Schutz aber hoch. Warum sich die Versicherung lohnt, worauf man achten sollte und wo es günstige Policen gibt. 
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DüsseldorfManchmal können die Versicherer ihren Kunden ja richtig Angst einjagen. So stellt der Branchenverband  GDV heraus: „Ohne Haftpflicht sollte man nicht aus dem Haus gehen.“ An den Rat halten sich viele Deutsche allerdings nicht. Rund 30 Prozent aller Haushalte verzichten laut Umfragen auf diese Absicherung. 

Das ist gefährlich. Schließlich kann jeden Tag viel passieren. Mit dem Fahrrad könnte man einen Fußgänger verletzen. Oder vielleicht die teure Vase der Nachbarin umstoßen. Oder ein Glas Wasser über den nagelneuen Laptop des Freundes schütten. Wer da mit ein paar Hundert Euro Schadenersatz wegkommt, hat Glück. In Extremfällen kann es richtig teuer werden. 

„Ohne private Haftpflichtversicherung kann eine kleine Unachtsamkeit in den finanziellen Ruin führen“, warnen daher die Verbraucherschützer von der Zeitschrift „Finanztest“. Solch eine Police empfehlen Experten daher einhellig. Selbst für Versicherungsmuffel empfiehlt sich der Abschluss.  Allerdings nicht wahllos.

 

Wichtig ist es, auf die Bedingungen zu achten. Kinder, ein Öltank oder eine Solaranlage können die nötige Absicherung stark beeinflussen. Und selbst wenn sich nichts an den Lebensumständen geändert hat, lohnt es sich, den alten Vertrag zu überprüfen. Denn moderne Policen berücksichtigen womöglich mehr als alte. 

Grundsätzlich übernimmt die Haftpflicht bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme die Kosten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden im privaten Bereich, erläutert der Bund der Versicherten. Ein weiterer Vorteil ist, dass Kunden sich nicht mit den Forderungen der Geschädigten auseinandersetzen oder Anwälte einschalten müssen. Das übernimmt die Versicherung. 

Die Beiträge für die private Haftpflicht sind nicht besonders hoch. Im Schnitt kostet eine Police 60 Euro im Jahr, stellt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fest. Die Unterschiede können dabei relativ groß sein – und das bei gleicher Leistung. Preisvergleiche lohnen sich also, doch bei dieser Versicherung sollten Kunden erst in zweiter Linie auf den Prämienbetrag achten.

 

 

Kommentare zu " Private Haftpflicht: Gefährlicher Leichtsinn"

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  • vieleicht fährt er ja auch nur ein vernüftiges Auto?

  • Verbraucher, das sind i.d.R. Versicherungs-Laien, sollten sich vor einem Abschluss einer Versicherung immer "neutral und unabhängig" beraten....wo gibt es das? z.B. auf einem Verbraucherportal, auf dem Sie nichts kaufen oder abschließen können. www.die-MarsMännchen-kommen.de zeigen z.B. im Video 2 ein Comic-Heft, bei dem es um die Forderungsausfall-Deckung geht....nur 2% der Verbraucher haben das in Ihren Bedingungen der Privaten Haftpflicht-Versicherung...leider ist die Haftpflicht-Sparte auf dem Portal noch nicht fertig - einzig lohnende Inhalte erst in der Sparte Hausrat....aber es wird von Monat zu Monat mehr.....
    Mit ausserirdischen Grüßen
    B.K.

  • Diese Versicherung sollte tatsächlich eine Pflichtversicherung sein. kostet nichts, aber deckt Schäden in Millionenhöhe ab.

    VG
    Marvel

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