Sinkt das Einkommen nach dem Jobwechsel oder dem Ende der Selbstständigkeit, wird die private Krankenversicherung oft teuer. Doch es gibt Abhilfe.

Kommentare

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  • In Ihrem Beitrag vermisse ich eine klare Darstellung der Möglichkeiten der PKV im Alter. Da hat sich in den letzten Jahren viel getan.
    Fangen wir damit an, dass ein gut verdienendes Ehepaar, beide weit über der BMG verdienen, sich zu Volltarifen sehr gut absichern.
    Nun kommt, was als Gau bezeichnet wird , das Rentenalter.
    Duch den hohen Verdienst kommt auch eine hohe Rente. Oft auch noch eine gute Betriebsrente. Dazu noch selbst angesparte Vermögenswerte mit regelmäßigen Ausschüttungen. Diese Berufsgruppe hat keinerlei Probleme mit den Beiträgen. Sie haben in der Regel auch noch eine Versicherung für eine Beitrags-reduzierung abgeschlossen.
    Für alle anderen Fälle, Selbständiger mit Frau als Angestellte z. B., die keine große Rente haben, aus Gründen wie immer, die also erhebliche Einkommensverluste bzw. nur geringe Renteneinkomen haben, können sich wie folgt entscheiden:
    Vom Volltarif mit allem SchnickSchnack
    auf einen Hausarzttarif umsteigen. Einsparung ca. 40% (Monatsbeitrag von ca. € 700 auf ca. € 400)
    Wenn das nicht reicht und der Vertrag vor 2009 geschlossen war, auf den Standadrdtarif umsteigen .
    Nochmalige Einsparung ca. 40% (ca. 200 - 250 € Monatsbeitrag).
    Wenn das nicht reicht folgt der Notlagentarif, der nur noch ca. € 80,00 im Monat kostet.
    Wie man damit umgeht erfährt man bei erfahrenen Versicherungsmaklern.
    Die vorstehende Abfolge ist natürlich mit einem Verlust an Behandlungsfreiheit und starken Leistungskürzungen verbunden.
    Im Vergleich zu den früheren Möglichkeiten sind dies enorme Verbesserungen, die aber anscheinend nicht allgemein bekannt sind.
    Da muss sich die PKV ganz gewiss nicht verstecken.
    Ach ja.
    Fragen Sie mal bei der GKV nach wie hoch Ihre Altersrückstellungen sind.
    Im oben geschilderten Fall, Abschluss der PKV mit ca. 30 Jahren haben sich i.d.R. ca 80 - 100.000 € an Altersrückstellungen angesammelt. Aber das wäre ein zusätzliches Thema.

  • Besonders perfide ist bei dem Zusammenspiel von GKV und PKV und den vermittelten Tricks, dass diejenigen, die bewusst bei anderen Möglichkeiten die GKV über Jahrzehnte als freiwillige Mitglieder gestützt haben, bei den Auszahlungen von Direktversicherungen alter Generation (Abschluss vor 2004) abgezockt werden!

  • Schafft endlich die PKV ab. Das ist eine reine Abzockerei auf Kosten der Allgemeinheit.
    Nur junge und gesunde Menschen werden aufgenommen, die so gut wie gar nichts brauchen. Klar, kann man da dann einen geringeren Beitrag erheben
    Kommen besagte junge gesunde Menschen ins Alter und bekommen auch ihre gesundheitlichen Probleme, steigen die Beiträge so stark, dass sie nicht mehr bezahlt werden können.
    Dann sollen die kranken älteren wieder in die GKV wechseln, um dort die Kosten zu verursachen.

    Für alle (Angestellte, Freiberufliche, Arbeistlose) eine GKV. Über private Versichrérungen können dann zusätzliche Leistungen versichert werden. Aber die Grundversorgung muss über eine einheitliche GKV laufen.

    Mit dem heutigen System der PKV gibt es nur zwei richtige Gewinner, die Aktionäre und Manager der Versicherungen.

  • Ein Ehepaar sollte im Alter ab 60 schon mindesten 1000 bis 1500 Euro monatlich für seine PKV veranschlagen.

    Leider oft bittere Realität im Land der Realitätsverweigerer.

  • Wird Zeit, dass endlich Schluss ist mit der Rosinenpickerei einiger weniger auf Kosten der Allgemeinheit. Wer sich einmal für die PKV entschieden hat, soll dort auch bleiben MÜSSEN. Es kann nicht sein, dass sich Besserverdiener in guten Zeiten die Taschen vollsparen und dann, wenn der Kittel brennt, unter den solidarischen Mantel der GKV schlüpfen wollen, denen sie in guten (jungen) Jahren ihre Beiträge entzogen haben. Schluss mit der Trickserei, die m.E. den gleichen Geist atmet wie die Steuerhinterziehung. Alternative: PKV abschaffen!

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