Private Krankenversicherungen
Versicherte müssen mit Beitragserhöhungen rechnen

Privat Krankenversicherte müssen sich auf höhere Beiträge einstellen. Der Grund: Alle privaten Krankenkassen haben im laufenden Jahr ihre Ziele bei der Verzinsung von Rücklagen verfehlt.

BerlinDie finanzielle Situation der privaten Krankenversicherungen (PKV) verschlechtert sich zunehmend. Keine der 37 am Markt aktiven Kassen hat im laufenden Jahr die Ziele bei der Verzinsung der Rücklagen erreicht, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervorgeht. Die Bundesregierung hat für die Kostenkalkulation der Krankenkassen Zinseinnahmen in Höhe von 3,5 Prozent vorgegeben. Da dieser Wert verfehlt wurde, ist auch die Berechnung der Altersrückstellungen in Frage gestellt. Damit drohen den Versicherten in der PKV Beitragserhöhungen.

„Wenn wir in der Politik noch einige Jahre abwarten, dann wird sich die PKV ökonomisch von selbst erledigt haben“, sagte der Abgeordnete Harald Weinberg (Linke). Seine Partei plädiere für die Abschaffung der privaten Krankenversicherung.

Die PKV hat nach den Angaben der Bundesregierung von 2011 bis 2015 rund 210.000 Mitglieder verloren und zählte im vergangenen Jahr 8,796 Millionen Kunden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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