Rating aber immer nur eine Momentaufnahme
Große Lebensversicherer haben oft kleine Renditen

Zwischen den großen Lebensversicherern gibt es in Deutschland große Leistungsunterschiede. Dies belegt der jüngste Bericht des unabhängigen Branchendienstes Map-Report.

cd DÜSSELDORF. Von den 15 größten Lebensversicherern haben mit der Debeka und der Allianz nur zwei Gesellschaften das Top-Rating von „mmm“ erreicht, die R+V erhielt ein „mm“. Spitzenreiter Debeka zahlte einem Musterkunden beim Ablauf einer 30-jährigen Police 115,5 Prozent des Marktdurchschnitts aus, die Allianz Leben 102,4 Prozent. Zwölf der großen Anbieter schneiden bei dem Branchenvergleich nur durchschnittlich oder noch schlechter ab, heißt es.

Zu den größten Verlierern des ältesten deutschen Lebensversicherungs-Ratings zählten die drei Gesellschaften Axa, Victoria und Deutscher Herold, die alle zu multinationalen Konzern gehören. Alle waren von der Börsenkrise besonders hart betroffen. Trotz deutlicher Kürzungen der Überschussbeteiligung hätten die Gesellschaften weiter beträchtliche stille Lasten in den Büchern, schreiben die Map-Autoren. „Da ihre Leistungen für die Kunden bereits vor der Börsenkrise alles andere als berauschend waren, führten die aktuellen Turbulenzen trotz einer sehr langfristigen Ausrichtung des Ratings zu einem Absturz in die Rating-Klasse „m-“, heißt es. Die Ablaufleistungen seien teilweise auf 67 Prozent des Marktdurchschnitts abgerutscht. Andere große Gesellschaften wie die Nürnberger oder Bayern-Versicherung fielen sogar ganz aus der Bewertung, weil sie den Testern kein vollständiges Material vorlegten. Dies galt auch für viele kleinere Häuser wie Deutscher Ring, Helvetia, Vereinigte Post, Berlinische oder Arag.

Im Map-Rating werden 18 Kennzahlen untersucht, dazu zählen neben Bilanzdaten und aktueller Gewinnbeteiligung auch die Höhe der tatsächlichen Auszahlungen und Service. Allerdings kann das Rating immer nur eine Momentaufnahme abbilden. Bezahlt wird das Rating von den Nutzern. Die höchste Einstufung von „mmm“ erreichen jene Gesellschaften, die alle Daten zur Verfügung stellen und mindestens 70 von 100 Punkten erreichen. Neben den Branchenschwergewichten Debeka und Allianz waren dies kleinere Gesellschaften wie der Direktversicherer Cosmos Direkt, HUK-Coburg, Asstel und Süddeutsche Lebensversicherung. Erstmals erhielt die DEVK die Spitzenbewertung. In die schlechteste Ratingkategorie „m-“ bekamen auch die Gothaer, Barmenia, Karlsruher, Bayerische Beamten, Aachen und Münchener, Iduna, Inter und Basler.

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