Reform der Krankenkassen
Beiträge werden von 2015 an neu geregelt

Für gesetzlich Versicherte kann sich ein Wechsel der Krankenkasse wieder lohnen. Der Bundestag winkte am Donnerstag die Neuordnung der Kassenfinanzierung durch. Zusatzbeiträge richten sich künftig nach dem Einkommen.
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Für die gesetzlich Versicherten kann sich die Suche nach einer günstigeren Krankenkassen künftig wieder lohnen: Der Bundestag gab am Donnerstag grünes Licht für die Neuordnung der Kassenfinanzierung. Neu ist für die gesetzlich Versicherten vor allem, dass die Kassen künftig vom Einkommen abhängige Zusatzbeiträge erheben können. Das im Parlament verabschiedete Gesetz sieht zudem Zuschläge für Hebammen mit geringen Geburtenzahlen sowie ein Qualitätsinstitut für die Kliniken vor.

So wird zum 1. Januar 2015 der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung von jetzt 15,5 auf 14,6 Prozent sinken. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen jeweils die Hälfte, wobei der Arbeitgeberanteil bei 7,3 Prozent festgeschrieben ist. Der bisherige Sonderbeitrag von 0,9 Prozent, den Arbeitnehmer bislang allein zahlen, wird gestrichen.

Auch die bisher pauschalen Zusatzbeiträge entfallen. Dafür können die Kassen von ihren Mitgliedern künftig einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag erheben, dessen Höhe sie selbst festlegen. Sozialverbände, Opposition und Gewerkschaften kritisieren, dass damit die Versicherten alle künftigen Mehrkosten tragen müssen.

Was die Zusatzbeiträge anbelangt, werden viele Kassen vermutlich zunächst abwarten, um ihre Versicherten nicht gleich zu verprellen. Zudem stehen die meisten Kassen finanziell noch gut da - die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) verfügt insgesamt über große Reserven. Allerdings droht ab 2015 bereits ein Milliarden-Defizit in der GKV, weshalb auf die Kassenmitglieder kurz über lang Zusatzbeiträge zukommen.

Wie hoch der Zusatzbeitrag ausfällt wird von Kasse zu Kasse unterschiedlich sein. Das Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass "eine größere Anzahl" von Kassen zunächst unter 0,9 Prozent, also der Marke des bisherigen Sonderbeitrags, bleiben wird. Bis zu 20 Millionen der etwa 50 Millionen Kassenmitglieder könnten laut Ministerium ab 2015 mit niedrigeren Kassenbeiträgen rechnen. Experten zweifeln allerdings an dieser Prognose.

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Wer mehr verdient, wird stärker belastet

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  • Wieso immer mehr Belastungen für den Bürger? Warum müssen die Politiker nicht die Mehrkosten tragen??

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