Rentenversicherung
Auch Erben zählen

Wer eine lebenslange Rente mit einem Kredit finanziert, steht häufig mit dem Finanzamt auf Kriegsfuß. Meist geht der Streit darum, ob die gezahlten Kreditzinsen von der Steuer abgesetzt werden können.

Der Fiskus segnet das Steuersparmodell nur ab, wenn absehbar ist, dass der Anleger noch zu Lebzeiten einen Überschuss erzielt. Ein Teil der Betroffenen kann aufatmen, denn der Bundesfinanzhof hat in einem aktuellen Urteil zu ihren Gunsten entschieden (X R 15/05). Der 1943 geborene Vater eines minderjährigen Kindes hatte 1991 eine private Rentenversicherung gegen eine auf Kredit finanzierte Einmalzahlung unterschrieben. Die Police schloss eine Hinterbliebenenrente für seinen Sohn ein. Zinsen und Gebühren für die Rentenversicherung wollte der Mann beim Finanzamt geltend machen.

Das stellte sich aber quer und wollte nur einen Teil der Kosten anerkennen, denn nach der statistischen Lebenserwartung werde der Vater zu Lebzeiten noch nicht genug von dem Vertrag haben - erst der zusätzliche Vorteil des Sohnes mache das Geschäft interessant. Den Aufwand für den Nachwuchs könne der Vater nicht absetzen. Die Bundesrichter sahen das anders.

Ihr Argument: Rentenversicherte dürften nicht schlechter gestellt werden als Immobilienbesitzer. Wer ein Eigenheim mit Kredit finanziere, könne die Zinsen voll absetzen, auch wenn absehbar sei, dass erst die Erben mit der Immobilie einen Überschuss erzielten. Das Finanzamt müsse daher auch den Zeitraum einrechnen, in dem der Sohn seinen Vater voraussichtlich überlebe und steuerpflichtige Rentenzahlungen erhalte. Der Versicherte muss zwar den Ertragsanteil seiner Privatrente versteuern, kann dafür aber seine Finanzierungskosten voll absetzen.


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