Riester-Rente: Die besten Sparpläne der Banken

Riester-RenteDie besten Sparpläne der Banken

Verbraucherschützer empfehlen Banksparpläne für die staatlich geförderte Altersvorsorge. Doch viele Institute bieten solche Riester-Renten nicht an. Sparer müssen auf die Dörfer ausweichen. Welche Angebote sich lohnen.
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Renten in Deutschland gestiegen

Ratenanpassung jeweils am 1. Juli in %

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"Keiner muss. Aber (fast) jeder sollte, denn „Riestern“ lohnt sich.“ Diese Einschätzung stammt von der Verbraucherzentrale Hamburg. Allerdings mögen die Verbraucherschützer aus dem hohen Norden die bisher am stärksten verkaufte Riester-Variante gar nicht: „Von Rentenversicherungen raten wir grundsätzlich ab – wegen der meist sehr hohen Kosten, die sogar die Zulage auffressen können.“

Überraschend viel Lob heimsen dagegen die Riester-Angebote der Banken ein: „Sparpläne bei einer Sparkasse oder bei einer Bank favorisieren wir zurzeit. Da machen Sie nichts falsch.“ Auch andere sehen das so, die Stiftung Warentest zum Beispiel, die gerade 84 Banksparpläne getestet hat. Die aktuellen Mini-Zinsen machten zwar auch vor diesen Produkten nicht halt.

Dennoch seien sie „für viele Alters­sparer erste Wahl“, heißt in der November-Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“. Auch die Riester-Kritiker der Zeitschrift „Ökotest“ rühmten Banksparpläne im vergangenen Jahr als „die stillen Stars“ unter den Riester-Varianten.

So viel Lob mag manchen Verbraucher irritieren, der schon mal versucht hat, einen Banksparplan mit Riester-Rente zu kaufen. Denn es ist gar nicht so einfach, solchen einen Sparplan zu bekommen. Viele Banken, etwa Deutsche Bank und Commerzbank, bieten das so sehr gelobte Produkt gar nicht an, stellten die Verbraucherschützer fest. Der Grund: Mit diesen Verträgen ist nicht viel Geld zu verdienen.

Wer also mit einem Sparplan „riestern“ möchte, sollte mal in die Anbieterliste schauen, die „Finanztest“ im Internet veröffentlicht hat. Dabei werden viele Interessenten schnell feststellen, dass die nächste Bank oder Sparkasse relativ weit weg sein dürfte. Das ist jedoch kein Problem.

„Einfach anrufen, Antrag schicken lassen, ausfüllen und abschicken“, empfehlen die Verbraucherschützer aus Hamburg. Dann werde schon ein Konto bei der Wunschbank eingerichtet, und jeden Monat fließe automatisch das Geld vom eigenen Girokonto dorthin. Anfang des nächsten Jahres schicke das Geldinstitut dann den Antrag für die Zulagen zu, der einmalig ausgefüllt und zurückgeschickt werden müsse.

Hört sich gut an, hat aber noch einen Haken. Denn auch mit einem Banksparplan kommen viele Kunden vielleicht nicht an den als teuer kritisierten Versicherern vorbei.

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