Riester-Rente für die Mehrheit keine Alternative
Vertrauen in die gesetzliche Rente schwindet

Die Bundesbürger haben praktisch kein Vertrauen mehr in die gesetzliche Rente. 92 Prozent sind davon überzeugt, dass die Rente nicht mehr sicher ist. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Finanzdienstleisters AWD, die am Dienstag in Hannover veröffentlicht wurde. Zugleich glauben 83 Prozent, dass künftig mehr Rentner als bisher in Armut leben werden.

HB HANNOVER. 61 Prozent der Befragten gaben an, 2004 mehr für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge tun zu wollen. Im Osten sagten dies 54 Prozent, im Westen 63 Prozent. Die größte Bereitschaft zur privaten Vorsorge findet sich unter der Berufsgruppe der Arbeiter mit 68 Prozent. Insgesamt behaupten nur 45 Prozent der Befragten von sich, ausreichend Vorsorge zu betreiben, um bei Renteneintritt ihren Lebensstandard halten zu können.

Die Riester-Rente wird der Umfrage zufolge aber auch 2004 für die Mehrheit der Bundesbürger keine Alternative sein, um eine private Altersvorsorge aufzubauen. 60 Prozent der Befragten gaben an, in den kommenden zwölf Monaten keinen Riester-Rentenvertrag abschließen zu wollen. Nur 19 Prozent aller Befragten gaben an, den Abschluss eines Vertrages zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge in Zukunft prüfen zu wollen.

Den von der Bundesregierung geplanten Wegfall des Steuerprivilegs bei Kapitallebensversicherungen von 2005 an lehnt eine breite Mehrheit der Bevölkerung ab. 75 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass man damit einer seit Jahrzehnten anerkannten und beliebten Anlageform Schaden zufüge. 65 Prozent der Deutschen sehen in der Entscheidung eine Einschränkung des eigenen Handlungsspielraumes, um eine private Altersvorsorge aufbauen zu können.

Für die Umfrage befragte Forsa vom 9. bis 12. Dezember 1 013 Menschen im Alter von 18 bis 50 Jahren in Telefoninterviews.

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