Riester-Rente
„Viele verschenken bares Geld“

Mittlerweile haben die Deutschen die Riester-Rente akzeptiert. Kein Wunder: Durch Zulagen und Steuerboni bietet die staatliche geförderte Vorsorgevariante konkurrenzlos hohe Renditen. Die verschenken viele aber immer noch.

HB DÜSSELDORF. Acht Millionen Bundesbürger sparen inzwischen für Riester-Renten. Das lohnt sich, denn die staatlichen Zulagen sollen 2008 weiter steigen. "Riester ist der Markt schlechthin", freuen sich denn viele Finanzberater und Versicherungsvermittler über die wachsende Akzeptanz bei Kunden. "Die Riesterente ist nicht nur eine gute Geldanlage. Sie kann auch ein veritables Steuersparmodell sein", sagt beispielsweise Versicherungsmakler Carlos Reiss aus Frankfurt: "Der jährliche Beitrag kann zu 100 Prozent als Sonderausgabe bei der Steuerberechnung geltend gemacht werden."

Freilich ist der Beitrag, mit dem das möglich ist, nicht besonders hoch im Vergleich zu sonst üblichen Steuersparmodellen mit Schiffen, Windrädern oder Filmen. Immerhin 1 575 Euro Riester-Beitrag sind 2007 förderfähig. Ab dem nächsten Jahr sollen es 175 Euro pro Monat sein, also 2100 Euro im Jahr sein. Wer dann etwa als Alleinstehender mit 30 Prozent Einkommensteuern belastet ist, spart 630 Euro im Jahr. Um dieses Geld als "normale" Riester-Zulage zu bekommen, müsste er verheiratet sein und mindestens zwei Kinder haben.

"Wer nicht riestert, ist wirklich schlecht beraten", resümiert denn auch Makler Reiss. "Acht Millionen aktuelle Riester-Sparer hört sich nach viel an. Gleichzeitig bedeutet das aber, dass etwa 20 Millionen Berechtigte die ihnen angebotene Staatsförderung noch nicht wahrnehmen, während sie gleichzeitig wahrscheinlich über die schrumpfende Staatsrenten klagen."

Gelegentlich gibt es immer noch Kritik, die Anträge für die Erlangung der Zulagen seien zu kompliziert. Deshalb würden viele Sparer nichts machen "Eine Vielzahl von Riester-Sparern verpassen tatsächlich die Termine für die Antragsabgabe", bedauert Udo Tischler, Bereichsleiter der Provinzial Rheinland in Düsseldorf: "Die verschenken bares Geld, das ihnen im Rentenalter womöglich fehlen wird." Mit der Einführung des Dauerzulagenantrages hat die Bundesregierung allerdings auf die häufigsten Einwände reagiert. "Heute bringt ein guter Berater diesen Dauerantrag ausgefüllt bereits zum Vertragsabschluss mit", heißt es bei der Beraterfirma AWD: "Da kann niemand mehr etwas verpassen."

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