Schadenregulierung
Makler üben Kritik

Die Beiträge für viele Versicherungen werden ständig billiger, gleichzeitig steigen auf Seiten der Versicherer die Ausgaben für Schäden. Um Einbußen zu verhindern, knausern die Gesellschaften daher zunehmend bei den Schadenzahlungen – eine Entwicklung, die der Verband Deutscher Versicherungs-Makler (VDVM) mit Sorge betrachtet.

HB HAMBURG. „Die Versicherer gehen vermehrt von einer kulanten Schadenregulierung zu einer restriktiven über“, sagte Georg Bräuchle vom Großmakler Marsh Ende der Woche anlässlich einer Veranstaltung des VDVM in Hamburg.

Die großen Maklerhäuser beraten Firmen und große Konzerne rund um deren Versicherungsschutz. Dabei profitieren die Kunden derzeit von marktweit fallenden Prämiensätzen. Reduzierungen von zehn bis 15 Prozent und in Einzelfällen weit darüber hinaus sind durchaus drin, bestätigt Bräuchle. Gleichzeitig stiegen auf Seiten der Versicherer aber die Ausgaben für Schäden. Damit verringern sich deren Gewinnmargen.

Um den Spagat zwischen niedrigeren Einnahmen und höheren Ausgaben zu meistern, versuchen viele Versicherer ihren Betrieb kosteneffizienter zu organisieren. „ Restrukturierungsmaßnahmen sind inzwischen ein Normalzustand bei den größeren Versicherern“, sagte Leberecht Funk, Eigner der gleichnamigen Maklergruppe und Präsident des VDVM. „Da liegen Verzögerungen und fachliche Probleme auf der Hand, die vom Makler zu kompensieren sind.“

Die internen Umbaumaßnahmen der Gesellschaften erschweren den Maklern also die Arbeit. Und das zu einem Zeitpunkt, da deren Einnahmen ebenfalls sinken. Die Maklercourtage ist abhängig vom Beitrag und der wird ja tendenziell billiger. Die Arbeit wird jedoch mehr. Etliche Policen seien zum Beispiel fehlerhaft ausgestellt und müssten nachgearbeitet werden. Zudem müssten im Schadenfall immer häufiger – selbst bei Kleinschäden – zeitraubende Einwände der Versicherer gegenüber ihrer Zahlungsverpflichtung aus dem Weg geräumt werden.

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