Schadensmeldung
Korrekt kontra schnell

Wer im Schadensfall Geld von einer Versicherung will, muss das Unternehmen schnell, ausführlich und vor allem korrekt informieren. Da diese Anforderungen bisweilen nicht gleichzeitig zu erfüllen sind, müssen Versicherer aber manchmal Verzögerungen hinnehmen.

Das stellte jetzt das Oberlandesgericht Koblenz klar (10 U 1678/05). Damit schlugen sich die Richter auf die Seite eines Ladenbesitzers, der seiner Versicherung erst 33 Tage nach einem Einbruch die Liste gestohlener Gegenstände geschickt hatte. Da viele verschiedene Artikel geklaut worden seien und der Schaden per Inventur festgestellt werden musste, sei die Verzögerung verzeihlich, so die Richter.

Kein Pardon kennen Gerichte aber, wenn Versicherte schummeln. Das erfuhr ein Nigeria-Urlauber, der an Malaria erkrankte und die Behandlungskosten von seiner Auslandskrankenversicherung erstattet haben wollte. Unter die vielen Belege mogelte er zwei ältere Arzneirechnungen. Damit müsse die Assekuranz gar nichts zahlen, sagte das Landgericht München I (34 S 521/06). Ein einzelner falscher Beleg reiche, damit Versicherer aus dem Schneider seien.

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