Schlag gegen Betrüger
Anleger um Milliarden geprellt

US-Ermittler haben bei dem bislang umfangreichsten Schlag gegen Anlagebetrüger Hunderte Verdächtige dingfest gemacht. Der amerikanische Justizminister Eric Holder sprach von „atemberaubenden Zahlen“. Die wegen ihres Versagens bei der Aufdeckung des Milliardenbetrugs des Wall-Street-Ganoven Bernard Madoff massiv in die Kritik geratene Finanzmarktaufsicht SEC lässt sich nun für ihre Erfolge bei der Verfolgung von "Mini-Madoffs" feiern.
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asd/ben HB NEW YORK. Durch Schneeballsysteme und andere Gaunereien hätten die Betrüger mehr als 120 000 Menschen um insgesamt über zehn Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro) geprellt, teilte das US-Justizministerium am Montag mit. Die „Operation Broken Trust“ (Operation gebrochenes Vertrauen) sei die erste landesweite Aktion gewesen, die sich gegen ein breites Spektrum von Betrügereien gerichtet habe.

Die Fahnder hätten dreieinhalb Monate lang ermittelt und bislang in mehr als 340 Fällen strafrechtliche Verfahren eingeleitet, in rund 190 Fällen zivilrechtliche. Eine Reihe der nun der "Operation Broken Trust" zugerechneten Fälle liefen bereits, bevor die Kampagne begann. 87 Betrüger seien bisher zu Haftstrafen verurteilt worden, in einigen Fällen zu mehr als 20 Jahren Gefängnis.

Federführend war eine von Präsident Barack Obama Ende 2009 ins Leben gerufene Spezialeinheit für den Kampf gegen Anlagebetrügereien, an der auch die US-Börsenaufsicht SEC und die amerikanische Bundespolizei FBI beteiligt sind. „Die Operation unterstreicht die Ausmaße des Problems und die Folgen für Menschen aus allen Lebensbereichen“, sagte FBI-Vizedirektor Shawn Henry. „Betrug durch bekannte Firmen oder Manager machen die meisten Schlagzeilen, aber andere Gaunereien sind für hart arbeitende Familien und Rentner genauso verheerend“, sagte SEC-Chefermittler Robert Khuzami.

„Viele der Kriminellen haben mit dem Geld der Investoren einen großzügigen Lebensstil finanziert“, sagte Minister Holder weiter.

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  • „Viele der Kriminellen haben mit dem Geld der investoren einen großzügigen Lebensstil finanziert“, sagte Minister Holder weiter.
    Nach dem gleichen Muster laufen auch die Transferleistungen in der EU. Nur daß dort ganze Länder, wie Griechenland, Portugal, italien, irland etc. auf Kosten vor allem des Hauptnettozahlers Deutschland sich ihren “dolce vita“- Lebensstil (vorzeitige Rente, viel Urlaub, zu viele überflüssige beamte, hohe EU-Subventionen etc.) finanzieren lassen. Dank der völlig verkorksten EU-Verträge ist es möglich, daß immer mehr Länder mit viel zu geringen Standards die allzu grosszügig gewährten EU-Milliarden abzocken. Statt die fehlerhaften EU-Verträge neu zu verhandeln und Finanzbetrüger wie Griechenland und irland endlich aus der EU auszuweisen, macht die Deutsche Politik gute Mine zum bösen Spiel. bis die naive Landpommeranze aus der Uckermark merkt, wie dieses EU-Casino funktioniert, haben die Partyländer unsere Milliarden längst abgefeiert.

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