Serie Altersvorsorge
Bis zum Ende der Frist

Die Scheu ist gewaltig. Fast die Hälfte aller Bundesbürger weiß, dass ihre Rente im Alter nicht reichen wird. Und dennoch sind die wenigsten bereit, sich mit dem Thema so intensiv wie nötig zu beschäftigen. "Freiwillig macht das niemand", sagt Ekkehard Renz, "es sei denn, er ist ein Masochist."

Renz muss es wissen. Der Leiter des Produktmanagements für Lebensversicherungen bei Generali Lloyd in München gibt sich jetzt schon seit über einem Jahr mit den Folgen der Rentenreform des früheren Arbeitsministers Walter Riester ab. Renz ist also ein Profi. Und trotzdem stößt er immer wieder auf neue Fragen, auf die kein Fachmann die richtige Antwort weiß. "Die Komplexität", stöhnt Renz, "ist eine Katastrophe." Eine Qual auch. Das bekommen auch seine Kollegen zu spüren, die draußen beim Kunden versuchen, Riester-Rentenverträge an den Mann zu bringen. "Die Kunden sind verwirrt", sagt Renz.

Selbst Leute mit überdurchschnittlichem Einkommen erschlägt das Thema. In einer aktuellen Umfrage des Instituts Innofact im Auftrag der Verlagsgruppe Handelsblatt gab fast jeder Zweite an, er habe sich noch nicht ausreichend über die Riester-Rente informiert. Dass sie zu wenig tun für ihr Alter, ist ihnen bereits bewusst. Die 4,8 Millionen gut Verdienenden in Deutschland sind nach dieser Studie bereit, zusätzlich sechs Milliarden Euro jährlich für ihre Alterssicherung auszugeben. Die meisten würden um die 100 Euro pro Monat investieren. Wenn sie nur wüssten, wo.

Die Angebote der Versicherungen, Investmentfondsgesellschaften und Banken für die staatlich geförderte Altersvorsorge sind vielfältig. Die WirtschaftsWoche erklärt, wie sie funktionieren, was die Alternativen Betriebsrente und Riester-Rente voneinander unterscheidet und welche Spielarten es bei beiden gibt. Um zu zeigen, für wen die Riester-Varianten überhaupt attraktiv sind, haben die Vorsorgeexperten vom VZ Vermögenszentrum in München exemplarisch für einen Single, eine junge Familie und ein Ehepaar Ende 40 berechnet, was mit und ohne staatlichen Zuschuss bei der privaten Altersvorsorge herauskommt.

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