Silvester-Schäden
Wer zahlt, wenn es knallt?

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Wichtig ist, wohin die Splitter fliegen

Für die Geschädigten sei von Bedeutung, wohin genau die Feuerwerkskörper-Splitter krachten, sagt Josch: „Waren nur die Fensterscheiben betroffen, so übernimmt die Teilkaskoversicherung den Schaden am Auto. Haben die Splitter dagegen die Karosserie eingedellt, so ist es Vandalismus und die Vollkasko-Versicherung springt ein.” In jedem Fall würden die Versicherungen versuchen, sich das Geld von dem Verursacher zurückzuholen. Für den Nürnberger wäre eine Haftpflicht also von Vorteil, obwohl es nicht zu 100 Prozent sicher sei, ob sie einspringe. Denn bei illegalem Feuerwerk hänge die Entscheidung vom Einzelfall ab, so die Versicherungs-Expertin.

Unschön endet die Silvester-Nacht auch für jene, deren Wohnungen und Häuser von Feuerwerkskörpern getroffen werden. Besonders bittere Bilanz musste in der vergangenen Silvesternacht wohl eine Münchenerin ziehen. Kaum schlug es Mitternacht, musste die Polizei zum Löschen ihrer Wohnung ausrücken. Drei junge Männer hatten versehentlich eine Rakete auf einen Balkon im fünften Stock geschossen. Ein Feuer entbrannte, erfasste den Dachstuhl sowie einen Nachbarbalkon und machte die Wohnung der 37-Jährigen unbewohnbar. Schaden: 200.000 Euro.

Bei Schäden an Haus und Wohnung sei es entscheidend, ob es sich um Schäden am Gebäude – also Fenstern, Türen oder Briefkästen – handelt, oder aber um Hausrat. Zum Hausrat zählen die Möbeln, Teppiche und alles, was sich unmittelbar im Haus befindet. Während erstere durch eine Gebäudeversicherung abgedeckt werden, greift bei letzteren die Hausratversicherung. Diese springt auch ein, wenn die Wohnung gänzlich unbewohnbar wird und eine Ersatzunterkunft gesucht werden muss. Die Kosten werden solange getragen, bis die alte Wohnung wieder bewohnbar ist oder bis der in den Versicherungsbedingungen festgelegte Höchstsatz überschritten wird.

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