Sparkassen-Vermögensbarometer
Vorsorge für Bildung wird immer wichtiger

Jede zweite Erbschaft in Deutschland liegt über 50 000 Euro, und gut ein Viertel der Bundesbürger hat schon einmal geerbt. Zu annähernd gleichen Teilen nutzen die Nachkommen geerbtes Geldvermögen, um sich etwas Größeres anzuschaffen - etwa eine Immobilie oder ein Auto - oder, um es längerfristig anzulegen.

HB BERLIN. Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV). Laut dem Vermögensbarometer 2007 erhielten 39 Prozent der Erben ein Vermögen unter 25 000 Euro und zwölf Prozent zwischen 25 000 und 50 000 Euro. Geerbt wird zumeist Geld (50 Prozent) oder Immobilienbesitz (46 Prozent). Zu annähernd gleichen Teilen nutzen die Nachkommen geerbtes Geldvermögen, um sich etwas Größeres anzuschaffen - etwa eine Immobilie oder ein Auto - oder, um es längerfristig anzulegen (43 Prozent).

Zum ersten Mal wurden im Vermögensbarometer die Aufwendungen für Kinder untersucht. Das Ergebnis ist, dass Eltern jeden vierten Euro des verfügbaren Einkommens für ihren Nachwuchs ausgeben. Rund 16 Prozent der Ausgaben fließen in die Ausbildung. Befragt man Eltern, in welchen Bereichen sie ihre Kinder zukünftig unterstützen, steht mit 69 Prozent die Bildung an erster Stelle. „Vorsorge für Bildung wird neben der Altersvorsorge daher immer wichtiger“, sagte DGSV-Präsident Heinrich Haasis dazu.

Drei Viertel aller Bundesbürger haben nach der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Icon Maßnahmen zur Altersvorsorge ergriffen, davon planen 14 Prozent eine darüber hinaus gehende Vorsorge. Neun Prozent der Bundesbürger wollen mit der finanziellen Vorsorge erst noch starten.

Den größten Anstieg konnte in den vergangenen Jahren die Rentenversicherung verzeichnen. Mehr als jeder zweite Bundesbürger hat mittlerweile eine abgeschlossen, vor zwei Jahren waren es nur 43 Prozent. Am häufigsten nutzen die Bundesbürger nach wie vor die Lebensversicherung (62 Prozent, Vorjahr 68 Prozent), Rücklagen auf dem Sparbuch (55 Prozent, Vorjahr 53 Prozent) und den Bausparvertrag (54 Prozent, Vorjahr 57 Prozent).

Allerdings hat jeder achte Bundesbürger keine Altersvorsorge. Drei Gründe sind dafür ausschlaggebend: Sieben Prozent der Bundesbürger haben sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt. Fünf Prozent geben an, finanziell dazu nicht in der Lage zu sein. Und knapp zwei Prozent sind der Auffassung, dass die gesetzliche Rente ausreichend sei. Dazu erklärte Haasis: „Eine private Vorsorge zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung ist zwingend notwendig, wenn man nicht im Alter einen spürbaren Verlust an finanzieller Lebensqualität hinnehmen will.“ Für die repräsentative Umfrage zum Vermögensbarometer wurden von Mitte Juni bis Anfang August 2007 2 013 Menschen im Alter ab 14 Jahren interviewt.

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