Sparquote erhöht sich
Deutsche legen monatlich 170 Euro auf die hohe Kante

Die Sparbereitschaft der Deutschen hat sich im laufenden Jahr erhöht. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, hat jeder Einwohner in Deutschland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres durchschnittlich 170 Euro monatlich auf die hohe Kante gelegt.

HB WIESBADEN. Insgesamt ergibt sich eine Summe von fast 84 Mrd. Euro. Saisonbereinigt erhöhte sich die Sparquote - gesparter Betrag bezogen auf das verfügbare Einkommen - in der ersten Hälfte 2007 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006 um 0,4 Prozentpunkte auf jetzt 10,9 Prozent. Damit ist das Niveau von Mitte der Neunzigerjahre wieder erreicht.

Je nach Sparneigung und Einkommen gibt es im Einzelfall deutliche Unterschiede zwischen den Haushalten. Aus den makroökonomischen Berechnungen in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen kann jedoch nur das Sparen der privaten Haushalte insgesamt und ein Durchschnitt ermittelt werden.

Wie Destatis weiter mitteilte, wurden 2006 von gesparten 158 Mrd. Euro Nettoinvestitionen von 36 Mrd. Euro getätigt. Dazu zählten vor allem Investitionen in den Wohnungsbau. 1995 wendeten die privaten Haushalte mit 80 Mrd. Euro mehr als das Doppelte für Nettoinvestitionen auf.

Wie die von der Deutschen Bundesbank erstellte Finanzierungsrechnung zeigt, konnten die privaten Haushalte im 2006 rund 128 Mrd. Euro der Geldvermögensbildung zuführen. Angelegt wurde das Geld vor allem bei Banken (42 Mrd. Euro), in Form von verzinslichen Wertpapieren (37 Mrd. Euro) und in Lebensversicherungen (25 Mrd. Euro).

Für die Sach- und Geldvermögensbildung stehen den Haushalten neben dem Sparen auch noch die per Saldo empfangenen Vermögenstransfers, wie beispielsweise die staatliche Spar- und Eigenheimzulage, zur Verfügung. Bei der Analyse des Sparens im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen sind einige konzeptionelle Besonderheiten zu beachten. So zählen bewertungsbedingte Änderungen wie Kursgewinne oder -verluste bei Aktien und Wertänderungen bei Immobilien nicht zum Sparen, da sie nicht aus erwirtschaftetem Einkommen entstanden sind. Der durch Abschreibungen ausgedrückte Verzehr von Werten - bei privaten Haushalten sind dies vor allem Abschreibungen auf eigengenutzte und vermietete Wohnungen - reduziert das verfügbare Einkommen privater Haushalte und damit auch das Sparen.

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