Staatsanwaltschaft ermittelt
Gewerbsmäßiger Betrug mit Krankengeld

Anträge auf Krankengeld wurden fingiert – dabei ist der Arbeitnehmer ist gesund: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen groß angelegten Betrugs. Der Schaden bei über 30 Krankenkassen geht in die Hunderttausende Euro.
  • 2

LübeckWegen eines groß angelegten Betruges mit Anträgen auf Krankengeld ermittelt die Lübecker Staatsanwaltschaft. Betroffen seien mehr als 30 geschädigte Krankenkassen im Bundesgebiet. Mehrere Beschuldigte sollen bei den Kassen fingierte Krankengeldanträge für Arbeitnehmer eingereicht haben, die in Wahrheit kerngesund waren. Der NDR hatte zuerst über die Ermittlungen berichtet.

Die Untersuchungen gegen die Verdächtigen wegen gewerbsmäßigen Betruges liefen bereits seit 2012, sagte die für Wirtschaftsstrafsachen zuständige Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft, Wenke Haker-Alm. Der finanzielle Schaden bewege sich im hohen sechsstelligen Bereich, erläuterte sie.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Staatsanwaltschaft ermittelt: Gewerbsmäßiger Betrug mit Krankengeld"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ärzte verdienen mit Krankschreibungen keinen Cent und beim Arzt ist es so wie vor Gericht: im Zweifel für den Angeklagten - bzw für den Patienten. Die Stärke von Schmerzen oder Depressionen oder anderen Störungen lässt sich leider nicht objektiv ermitteln, nur wenige Parameter sind messbar (Puls, Blutdruck, Temperatur usw), was aber nur selten zur Beurteilung der Situation hilft. Fazit: Ärzte kann man leicht betrügen. Ich war 39 Jahre Arzt, nun Rentner.

  • Ohne eine entsprechende Krankmeldung ist ein Betrug nicht möglich. Jetzt wäre es endlich mal an der Zeit auch die Ärzte mal in die Verantwortung zu nehmen;diese Schreiben nämlich täglich hunderte Leute krank, die nicht wirklich krank sind. Die Ärzte haben ja auch nichts zu verlieren. Im Gegenteil, sie verdienen sogar noch daran.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%