Steuersparen mit der PKV
Versicherungsbeiträge geschickt absetzen

Wer eine private Krankenversicherung abschließt, kann zwischen zahllosen Tarifvarianten wählen. Orientierung gibt ein Tarifrechner. Doch die einzelnen Modelle können sich auch auf die Steuererstattung auswirken.

FrankfurtWer eine private Krankenversicherung (PKV) abschließen möchte, begibt sich in einen wahren Tarifdschungel. Er kann nicht nur zwischen zahllosen Anbietern wählen, sondern auch zwischen vielen verschiedenen Vertragsvarianten. Der Kunde kann individuell entscheiden, welche Risiken er absichern möchte und ob er lieber geringere Beiträge zahlt und dafür im Krankheitsfall eine höhere Selbstbeteiligung übernimmt oder sich mit höheren monatlichen Zahlungen einen Rund-um-Schutz erkauft. Per Tarifvergleich können Interessierte verschiedene Varianten durchspielen. Doch auch hinsichtlich der Berücksichtigung bei der Steuer haben die einzelnen Varianten unterschiedliche Folgen.

Grundsätzlich können sowohl gesetzlich als auch privat Versicherte ihre Krankenversicherungsbeiträge bei der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend machen. Diese Ausgaben mindern also in voller Höhe das zu versteuernde Einkommen. Allerdings: Dabei sind nur die Beiträge abziehbar, die dem Basisschutz in der Krankenversicherung dienen. Sogenannte Wahlleistungen, die beispielsweise eine bessere eine Chefarztbehandlung oder ein Zwei-Bett-Zimmer im Krankenhaus gewährleisten sollen, zählen nicht zum Basisschutz.

Doch immerhin: „Bei den Beiträgen zur privaten und gesetzlichen Basiskrankenversicherung gibt es keine Höchstgrenze“, erklärt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL), „sie sind in voller Höhe absetzbar.“ Zwar gibt es für die sogenannten „sonstigen Vorsorgeaufwendungen“, zu denen auch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zählen, Höchstgrenzen von jährlich 1900 Euro für Arbeitnehmer und 2800 Euro für Selbständige. Aber diese greifen erst, wenn sie durch die Aufwendungen für den Basisschutz noch nicht ausgeschöpft wurden.

Ein Beispiel: Wer als Arbeitnehmer jährlich Beiträge in Höhe von 2000 Euro für den Basisschutz bezahlt, kann keine weiteren Versicherungsbeiträge absetzen. Wer dagegen nur 1500 Euro zahlt, hat noch 400 Euro übrig. In dieser Höhe können beispielsweise Kosten für PKV-Wahlleistungen oder auch die Beiträge zur Haftpflichtversicherung angegeben werden.


Tarife mit Beitragsrückerstattung

Wer einen Tarif gewählt hat, bei dem er Beitragsrückerstattungen bekommt, wenn er die Versicherung nicht oder nur in geringem Maße in Anspruch nimmt, muss Folgendes beachten: Diese Erstattungen müssen bei der Steuererklärung mit den gezahlten Beiträgen verrechnet werden und mindern diese. Hat er Kosten für Arzt und Medikamente selbst übernommen, können diese jedoch nicht als Sonderausgaben berücksichtigt werden. „Der Versicherte muss sie bei den außergewöhnlichen Belastungen ansetzen“, erläutert Rauhöft vom NVL.

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Selbstbehalt ist keine Sonderausgabe

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