Studie der Swiss Re

Lebensversicherungen sind zu teuer

Der Schweizer Versicherer Swiss Re sieht eine hohe Vorsorgelücke bei den Verbrauchern in Europa. Lebensversicherungsprodukte müssten daher attraktiver, verständlicher und preiswerter werden.
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Das Hauptquartier der Swiss Re in Zürich. Quelle: ap

Das Hauptquartier der Swiss Re in Zürich.

(Foto: ap)

DüsseldorfLebensversicherungen verlieren europaweit an Attraktivität. Der wichtigste Grund für deren mangelnde Verbreitung sei: Viele Verbraucher sähen diese Produkte für die Altersvorsorge als zu teuer an.

Zu diesem Ergebnis kommt der Schweizer Versicherer Swiss Re in der Studie European Insurance Report 2012. Der Bericht enthält die Ergebnisse einer Umfrage, die Swiss Re in vierzehn europäischen Ländern bei 15.000 Konsumenten durchführen ließ.

Weitere wichtige Erkenntnisse der Umfrage seien: Die Versicherungswirtschaft sollte bedarfsgerechte Produkte entwickeln und dabei die Preissensitivität der Kunden berücksichtigen, erklärt der Versicherer in einer Pressemitteilung. Wichtig sei zudem, dass Assekuranz und Staat zum Nutzen der Verbraucher für Aufklärung sorgen sollten.

In Europa betrage die Unterdeckung der Verbraucher über 10.000 Milliarden Euro, stellt der Versicherer fest. Für vierzehn kontinentaleuropäische Länder ergebe diese Analyse allein beim Todesfallschutz einen zusätzlichen Bedarf von über 10.000 Milliarden €. Die Lücke sei die Differenz zwischen dem Geldbetrag, den Angehörige im Fall des vorzeitigen Ablebens des Hauptverdieners benötigten und der tatsächlichen finanziellen Vorsorge für dieses Ereignis.

Die Finanzkrise und damit verbundene Sparprogramme hätten das Vertrauen in staatliche Sozialleistungen deutlich reduziert. Die Konsumenten haben zwar erkannt, dass private Vorsorge nötig sei. Sie zögerten jedoch, Versicherungsprodukte zu kaufen.

Warum Sparer Lebenversicherungen meiden
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7 Kommentare zu "Studie der Swiss Re: Lebensversicherungen sind zu teuer"

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  • ...attraktive Verzinsung bei einer LV, aber nur nach der Mathe bei Pippi Langstrumpf....

  • komischer weise wird der Lebensversicherer mit der Höchsten Rendite und besten Ablaufleistung hier nicht genannt womit hängt das bitte zusammen!!!??

  • Bisher nichts qualifiziertes an Kommentaren hier. Naja vielleicht wirds noch.

  • Kapital-lebensversicherung wozu? 30 oder 40 Jahre einem Versicherer Geld anvertrauen,
    der muss blind sein. Nachdem alle Kosten, Bordell-Besuche und so weiter bezahlt sind,
    bleiben event. 60% Sparanteil übrig. Wer das als Kapitalanlage sieht hat es nicht besser verdient. Jede Zinseszinsrechnung überzeugt mehr. Das Risiko trägt in jedem Fall der Kunde, wenn er nicht den Bedingungen entsprechend stirbt gibt es kein Geld.
    Einfach das VVG durchlesen.

  • am besten kaufst du gleich 2, damit ich mir keine holen muss.
    somit ist der DurchSchnitt gewahrt.

    epic Fail!

  • Die Lebensversicherung ist eine Versicherung für die Lebensversicherung - und ihre rührigen Versicherungsvermittler.

  • Lebensversicherungen haben auch jetzt eine attraktive Verzinsung, sind einfach zu verstehen und haben sich über Jahrzehnte bewährt. Natürlich gibt es immer wieder selbsternannte Investmentmanager, die behaupten, Aktien/Gold/Fonds seien wesentlich besser. Das ist aber mit den Haustieren meiner Kinder vergleichbar. Erst ganz heiß drauf und später will sich keiner mehr darum kümmern. Bei einer LV kaufe ich mir das Anlagemanagement mit ein und kann mich entspannt zurücklehnen, denn auch bei einer Niedrigzinsphase und habe ich eine positive Rendite und weiß, dass zum Ablauf mein Geld vorhanden ist. In jedes Depot gehört also eine LV.

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