Studie: Für Ruhestand länger arbeiten oder mehr sparen
Deutsche sorgen zu wenig fürs Alter vor

Um die langfristig wachsende Rentenlücke zu schließen und den Lebensstandard zu halten, werden ältere Arbeitnehmer nach einer Studie länger arbeiten müssen.

HB BERLIN. Als Alternative kommen nur noch Einschränkungen im Alter oder eine Verdoppelung der derzeitigen Vorsorge-Sparquoten in Betracht, sagte der Sozialwissenschaftler Meinhard Miegel am Donnerstag in Berlin. Vorgelegt wurde eine Studie im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

Alle Varianten verlangten „erhebliche Opfer“, sagte Miegel. Wer mit 37 Jahren zu sparen beginne, müsse für einen auskömmlichen Ruhestand 8,4 Prozent seines Bruttoeinkommens zusätzlich zurücklegen. Dies sei derzeit nicht der Fall. Eine geringere Sparleistung erzwinge einen späteren Renteneintritt.

Nach Einschätzung der Autoren wird sich die Zahl der arbeitswilligen oder beschäftigten Arbeitnehmer über 60 Jahren bis 2025 auf vier Millionen vervierfachen. Fraglich sei, ob es für diese auch ausreichend Stellen gebe. Ein Überangebot älterer Arbeitnehmer lasse für diese sinkende Einkommen erwarten. Denkbar sei langfristig ein „massiver Konflikt“ um Arbeitsplätze zwischen Jung und Alt.

Das neue „Rentenbarometer“ des von der Deutschen Bank getragenen DIA ergab, dass sich die Zahl der Riester-Verträge binnen Jahresfrist um 500 000 auf rund 6,1 Millionen erhöhte. Dies sei ein „kleiner Lichtblick“ für die weitere Verbreitung der vom Staat geförderten privaten Altersvorsorge.

Nach wie vor stagniere aber die Zahl der „Riester-Totalverweigerer“ auf dem hohen Niveau von 73 Prozent der 2000 repräsentativ Befragten.

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