Studie
Junge Menschen scheuen riskante Anlagen

Jung und konservativ: Die Altersgruppe zwischen 21 und 29 Jahren setzt laut einer repräsentativen Umfrage bei der Geldanlage auf sichere Anlagen. Hoch im Kurs stehen Sparbuch, Festgeld und Immobilien. Dabei sollten junge Leute lieber auf Aktien zum Vermögensaufbau setzen, meinen Experten.

FRANKFURT. Jugendliche und junge Erwachsene wollen vor allem mit sicheren Anlagen wie Festgeld oder Immobilien Vermögen aufbauen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des auf Jugendliche und junge Erwachsene spezialisierten Beratungsunternehmens Youngcom, die dem Handelsblatt vorliegt.

Junge Erwachsene sind danach eher sicherheitsorientiert, Jugendliche zeigen sich ertragsorientierter. Twens würden ihr Geld zunächst in Festgeld und Immobilien anlegen. Erst danach kommen für sie Aktien, Aktienfonds und festverzinsliche Wertpapiere in Frage. Bei den Teenagern stehen Aktien hingegen ganz oben auf Anlagewunschliste vor Immobilien, Festgeld und Anleihen.

Um ein Vermögen aufzubauen, sollten vor allem junge Leute stärker auf Aktien setzen. Bei einem langfristigen Engagement weisen diese Anlagen stets die höchsten Rendite auf, so Finanzberater. Mit Festgeld könne man sein Kapital nach Steuern und Inflation gerade halten, Immobilien brächten der Erfahrung nach langfristig nur etwa halb so viel ein wie Aktienanlagen, sagt Harald Norbisrath, Leiter Vertrieb private Kunden bei der Frankfurter Sparkasse. Seine Bankberater verweisen in Kundengesprächen denn auch immer auf wieder die Daumenregel für einen passenden Aktienanteil im Depot, „100 minus Lebensalter“.

Wichtig sind allen jungen Menschen bei der Geldanlage der Umfrage zu Folge möglichst niedrige Kosten, Anlagearten auch für kleine Beträge und verständliche Produkte. Während Jugendliche allerdings eine langfristig gute Wertentwicklung anstreben, zugleich aber wünschen, mit der Anlage ruhig schlafen zu können, wollen junge Erwachsene vorrangig sichere und flexible Anlagen.

Hohe Gewinnchancen bei einem größeren Risiko messen beide Gruppen kaum Bedeutung zu. Zu dieser Einstellung passt, dass rund die Hälfte ein Sparbuch – meist bei einer Sparkasse – besitzt, aber weniger als ein Fünftel Aktienfonds im Depot haben und nur rund ein Zehntel Aktien.

Seite 1:

Junge Menschen scheuen riskante Anlagen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%