Studie: Privatanleger setzen nicht nur auf Rendite
Für Deutsche geht Sicherheit vor

Sicherheit ist für die meisten Privatanleger wichtiger als eine hohe Rendite. Acht von zehn Anleger legten bei ihren Spareinlagen Wert auf ein geringes Risiko, wie aus einer am Mittwoch vorgelegten Umfrage des Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK in 14 Ländern hervorgeht.

ap NÜRNBERG. Demnach gaben in Westeuropa 82 Prozent der Befragten an, grundsätzlich risikoärmere Anlageformen zu bevorzugen. In Zentral- und Osteuropa waren es 77 Prozent. Ausnahmen seien die Anleger in Schweden und den USA: Hier setzt laut der Studie jeweils ein Fünftel auf Risiko und höhere Erträge.

Dagegen beläuft sich der Anteil der Risikofreudigen in Europa auf durchschnittlich lediglich neun Prozent, wobei Spanien mit zwei Prozent das Schlusslicht bildet, noch nach Italien (drei Prozent) und Deutschland (fünf Prozent).

Die nach den Bankeinlagen beliebtesten Formen der Kapitalanlage sind in Europa Lebensversicherungen und Pensionsfonds, gefolgt von Aktien oder aktienbasierten Fonds. Dabei ist laut GfK auffällig, dass in Belgien fast jeder Befragte in die private Altersvorsorge investiert und in den USA und Großbritannien knapp neun von zehn. Am anderen Ende der Skala liegen dagegen die Türkei, Polen und Spanien. Hier zahlt nicht einmal jeder Zehnte in diese Sparformen ein.

Starke länderspezifische Unterschiede gibt es der Umfrage zufolge auch beim vorhandenen Vermögen: Während ein Viertel der Amerikaner angab, mehr als 75 000 $ (50 996 Euro) an Privatvermögen zur Verfügung zu haben, besitzt ein Fünftel überhaupt nichts. In Europa berichteten zehn Prozent der Briten und Belgier, mehr als 75 000 Euro zu besitzen. Schlusslicht in Westeuropa ist Deutschland, wo nur zwei Prozent mehr als 75 000 Euro Privatvermögen angespart haben.

Zum Privatvermögen gehört neben Bargeld auch Kapital, das in Spareinlagen, Lebensversicherungen und Pensionsfonds oder Aktien angelegt ist. Immobilien, Schmuck und Kunstgegenstände zählen nicht dazu.

Für die Studie befragten die Marktforscher im März und April insgesamt 10 806 Personen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Österreich, Polen, Schweden, Spanien, der Tschechischen Republik, der Türkei, Ungarn und den USA.

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