Studie: Wer besser verdient, weiß auch besser Bescheid
Viele Deutsche sind Finanz-Analphabeten

Trotz der zunehmenden Notwendigkeit von privater Altersvorsorge kennt sich ein Großteil der Deutschen nur unzureichend mit Finanzprodukten aus.

Reuters/rez BERLIN. So schätzte nicht einmal die Hälfte der 30- bis 50-Jährigen die Sicherheit verschiedener Anlageformen richtig ein, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) auf Basis einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung (BST). Ein Drittel wisse nicht, dass die Kündigungskosten von Kapitallebensversicherungen in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss die höchsten von allen Anlageprodukten seien.

In der vergangenen Woche hatte auch der Bundesverband der Investmentfondsbranche (BVI) Lücken und Nachholbedarf in puncto finanzieller Bildung festgestellt. In einer zusammen mit dem Marktforschungsinstitut GfK durchgeführten Umfrage gab zum Beispiel ein Viertel der Befragten zu, noch nicht privat für das Alter vorzusorgen, ein weiteres Drittel fühlt sich ungenügend abgesichert.

In der Bertelsmann-Erhebung wurden die Befragten unter anderem gebeten, fünf Kategorien von Anlageformen hinsichtlich Risiko, Rendite und Kosten zu bewerten: Kapitallebensversicherung, Aktien und Aktienfonds, Sparbuch, festverzinsliche Wertpapiere und Immobilienfonds. Als besonders bedenklich bezeichnete das DIW die Einschätzungen zur Sicherheit gegen Wertverlust: „Die sicheren Anlageformen werden im Durchschnitt der Bevölkerung noch nicht einmal von der Hälfte der Befragten richtig angegeben.“

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