Die Angst vor hohen Beiträgen im Alter treibt viele Menschen zurück in die gesetzliche Krankenversicherung. Eine Rückkehr ist zwar nicht leicht. Unter bestimmten Bedingungen gibt es aber einen Weg.

Kommentare

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  • Ich denke andere Laender koennen als Vergleich herangezogen werden. Australien z.B. hat eine Pflichtkrankenversicherung fuer ALLE - ob Angestellter oder auch Selbstaendiger. Diese deckt das noetigste ab wie akute Krankheiten und Notfaelle. Wer besseren Service moechte schliesst dann eine Zusatzversicherung ab. ich denke das macht Sinn und erspart Neidkommentare ueber Fremdfinanzierung.

  • Die Entwicklung geht doch dahin, daß das Kosten/Leistungsverhältnis der GKV rasant schlechter wird und wenn man die Praxis der GKV-Patienten mal genau unter die Lupe nimmt, sind sie bei horrenden Beiträgen doch nicht mehr als Bittsteller beim medizinischen Leistungsbetrieb. Die meisten Ärzte sehen GKV-Patienten doch lieber gehen als kommen, denn die rd. 30 Euro pro Patient/Quartal, die der Arzt heute von den GKV bekommt, deckt ja nicht mal die Kosten fürs Hände schüttelt, eine Beratung gibt es nicht mehr und warum auch, Fortbildung findet doch sowieso nicht mehr statt, sondern nur noch aufzuschreiben, was die Pharmaindustrie so empfiehlt. Dieses System hat keine Zukunft, es wurde 1957 von Adenauers Volksversicherung (gegen Ludwig Erhard) kreiert und es zeigt sich immer deutlicher, daß Anforderungen und Leistungen immer stärker auseinanderfallen. Es wäre besser gewesen, ein Sytem der PKV (ohne die moroden GKV) zu schaffen, daß nach Einkommenshöhe subventioniert wird. Aber das Subsidiaritätsprinzip bei Sozialmaßnahmen ist auch schon 1957 durch das Gießkannenprinzip ausgetauscht worden, was den hohen Schuldenstand heute von rd. 7 Bio. Euro fast zwangsläufig entstehen ließ.

  • Am sinnvollsten wäre eine gesetzliche Grundversicherung für alle welche die wesentlichen Grundrisiken abdeckt. Alles weitere könnte privat als Sahnehäubchen versichert werden.

  • An VWAP: GKV freiwilig versichert - wahrscheinlich 2 Kinder - die beitragsfrei sind, das wird immer gern "übersehen" - also DREI versicherte - NUR EINER ZAHLT von Solidarität keine Spur.

  • Eines ist aber hier mal wieder klar, immer zum Jahreswechsel kommen die Nachrichten über Wechsel zur GKV und Beitragserhöhungen der PKV. Das ist mittlerweile schon auffällig, so sehr, das für mich da eine ganz klare Antiwerbung für die PKV gemacht wird. Wann hat denn letztes mal jemand darüber berichtet, das die Beitragebemessungsgrenze steigt, das jemand keine Medikamente mehr vom Arzt bekommt, weil das Budget vom Arzt ausgeschöpft ist. Also ich lese diese Meldungen mittlerweile sehr kritisch. Hier wird seit Jahren schon Systematisch Stimmung gegen die PKV gemacht. Wahrscheinlich kommt als nächstes eine Meldung, das Herr Wulf Privat versichert ist und bei Niederlegen des Amtes zurück in die GKV geht...OH...welche Ungerechtigkeit.....

  • Natürlich gäbe es nach wie vor gute Gründe sich privat vollzuversichern-weil die GKV ja auch in mancherlei Hinsicht- ein erbärmliches System darstellt. Aber nur unter folgenden Vorbehalten: Erstens PKV nur für die, bei denen die Erwerbsbiographie der Familien dies aus heutiger Sicht sinnvoll erscheinen läßt UND die entweder intellektuell oder finanziell (am besten beides) potent genug sind, Ihre Auswahl eines Anbieters samt Tarifwahl dauerhaft verkraften zu können.
    Zweitens auch nur dann, wenn die PKV als Ganzes endlich begreift, daß das System nur dann dauerhaft erfogreich sein kann, wenn das Geld der PKV-Versicherten nicht für Provisionsschlachten und teilweise aberwitzige Arzthonorare und teilweise fragwürdige Leistungs-Gimmicks verpulvert werden darf. Umdeckungsgeschäft darf nicht mehr zu Lasten des Systems zulässig sein.

  • Es ist nicht verwunderlich, daß aktuell wieder das gesamte PKV-Wesen in Frage gestellt wird. Jahrelange, chaotische und systemschädigende Zustände (Stichwort: provisionsgetriebenes Umdeckungsgeschäft-mangels Neuzugangsgeschäft,wobei der STAAT jetzt hier eingreifen mußte, weil´s der Herr Leiendecker -als Verbandspräse nicht schaffen konnte) wurden durch eine PKV-Verbandsführung jahrelang toleriert, die Verbraucher (sprich PKV-Versicherten) sind leider kaum in der Lage -aber vor allem nicht willens - sich mit dem Thema PKV vor Vertragsabschluß näher zu beschäftigen und damit einer Schar von provisionsgierigen Vermittlern schutzlos ausgeliefert. (Gleiches gilt übrigens auch für die Riesterrente!) Zudem trifft die aktuelle Kapitalmarktproblematik natürlich auch die PKV als Ganzes, die ja für die Altersrückstellungen auf die Funktionsfähigkeit der Kapitalmärkte angewiesen ist.

  • Es ist schon erstaunlich, welche Merkbefreitheit einige Vertreter des parasitären GKV-Präkariats an den Tag legen, indem sie sich als Stützen der Solidargemeinschaft sehen. Fakt ist, dass die PKV-Patienten ungefragt durch Quersubventionierung eine flächendeckende Gesundheitsvorsorge sicherstellen. Ungeschützt von Gesetzgeber und Justiz werden diese als Melkkühe der Nation von raffgierigen Ärzten missbraucht, denen nur dadurch ein kostendeckender Betrieb ihrer Praxis erlaubt wird, ohne diese wäre die ärtzliche Infrastruktur wesentlich ausgedünnt. Mit welcher Berechtigung darf ein Arzt für gleiche Behandlung den 2,3fachen Satz verlangen. Bemerkenswert ist doch auch, dass GKV-Patienten 18x im Jahr den Arzt aufsuchen, während PKV-Patienten dies nur 5x machen. Aber wenn man im einen Fall mit der 'All you can eat-Buffet'-Mentalität, ich habe ja die Praxisgebühr bezahlt, da will ich mir auch alles zurückholen, im anderen Fall mit den erheblichen Kosten, die für den Privatpatienten ja sichtbar werden in Vorleistung gehen muss, ist das nicht weiter verwunderlich. Wie dem auch sei, unser Gesundheitssystem ist krank und gehört bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

  • Widerspruch.
    Ihre Argumentation offenbart Widersprüche, die aber als Folge der interessengeleiteten Propaganda, typisch für den Stammtisch sind, ebenso wie die Aussagen „parasitäres GKV - Präkariat“ oder „asoziale PKV – Versicherte“.

    Sie bezeichnen einen Arzt, der, wie sie sagen, ums Überleben kämpft, als raffgierig?

    Sie behaupten, dass die 10% Beitragszahler (PKV - Versicherte) die restlichen 90% (GKV-Versicherte) subventionieren?
    Trotzdem diese „nur 5x im Jahr“ einen Arzt aufsuchen, und nur dann entsteht ja eine „Quersubventionierung“.

    Die Feststellung „GKV - Versicherte suchen 18x im Jahr einen Arzt auf“, ist differenziert zu sehen.
    GKV – Versicherte werden gezwungen zum Arzt zu gehen, der als Anlaufstelle fungiert, um Überweisungen, Rezepte, Krankschreibungen, Atteste, etc. zu erhalten.
    Die immer älter werdende Bevölkerung leidet vermehrt an multiplen Erkrankungen.
    Folge sind vermehrte, notwendige Konsultationen, auch präventive, jedoch entstehen die meisten Kosten durch eine kleine Gruppe von Erkrankten.
    Die GKV – Versicherten sind im Durchschnitt älter als die der PKV.
    In der GKV sind auch alle Bürger versichert, die die PKV nicht versichern möchte:
    Behinderte, Menschen ohne Einkommen, Berufsgruppen mit vielfältigen, gesundheitlichen Belastungen, u.v.m.
    Weniger Arztbesuche würde den Arzt noch „ärmer“ machen?

    In der „ausgedünnten Infrastruktur“ der 70er und 80er Jahre, mit wesentlich weniger zugelassenen Kassenärzten, waren wir bestens versorgt!
    Und eigenartigerweise gibt es heute wenige Ärzte, die ihre Kassenzulassung zurückgeben.

    Ihrem letzten Statement kann ich uneingeschränkt zustimmen.

  • Es ist schon erstaunlich, welche Merkbefreitheit einige Vertreter des parasitären GKV-Präkariats an den Tag legen, indem sie sich als Stützen der Solidargemeinschaft sehen. Fakt ist, dass die PKV-Patienten ungefragt durch Quersubventionierung eine flächendeckende Gesundheitsvorsorge sicherstellen. Ungeschützt von Gesetzgeber und Justiz werden diese als Melkkühe der Nation von raffgierigen Ärzten missbraucht, denen nur dadurch ein kostendeckender Betrieb ihrer Praxis erlaubt wird, ohne diese wäre die ärtzliche Infrastruktur wesentlich ausgedünnt. Mit welcher Berechtigung darf ein Arzt für gleiche Behandlung den 2,3fachen Satz verlangen. Bemerkenswert ist doch auch, dass GKV-Patienten 18x im Jahr den Arzt aufsuchen, während PKV-Patienten dies nur 5x machen. Aber wenn man im einen Fall mit der 'All you can eat-Buffet'-Mentalität, ich habe ja die Praxisgebühr bezahlt, da will ich mir auch alles zurückholen, im anderen Fall mit den erheblichen Kosten, die für den Privatpatienten ja sichtbar werden in Vorleistung gehen muss, ist das nicht weiter verwunderlich. Wie dem auch sei, unser Gesundheitssystem ist krank und gehört bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

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