Tool der Woche
Mit der Riester-Förderung schneller schuldenfrei

Der Wohn-Riester ist in der privaten Altersvorsorge sehr beliebt. Denn nur hier können Sparer die staatliche Förderung zum Schuldenabbau fürs Eigenheim nutzen. Ob sich das lohnt, zeigt der Wohn-Riester-Vergleichsrechner.
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DüsseldorfDer Staat hilft prinzipiell über zwei Wege, privat für das Alter vorzusorgen. Entweder wird Kapital angesammelt, etwa über  einen Banksparplan, einen Fonds oder eine Versicherung. Sparer erhalten dann über die Riester-Förderung Zuschüsse und Steuererleichterungen. Solche Riester-Verträge sind oft recht teuer, weil etliche Anbieter satte Gebühren verlangen.

Zunehmend beliebter wird daneben die Alternative über Immobilien: die sogenannte Eigenheimrente, auch Wohn-Riester genannt. Hier wird der Sparvertrag durch die selbst genutzte Immobilie ersetzt. Der Vorsorgesparer bildet also Wohneigentum, das er im Alter mietfrei nutzen kann. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die aufgenommenen Kredite bis dahin abbezahlt sind.

Der Wohn-Riester ist derzeit die am häufigsten verkaufte Riester-Variante. Vor allem die Bausparkassen machen damit gute Geschäfte. Neben den Bausparverträgen gibt es Wohn-Riester-Verträge jedoch auch als klassische Darlehensverträge. Hier kann dann die Riester-Förderung für die Tilgung des Kredits eingesetzt werden.

Wie sehr sich das lohnt, zeigt der Wohn-Riester-Vergleichsrechner, der von der Frankfurter Finanzberatung FMH betrieben wird. Er zählt zu den eher komplexeren Rechnern auf den Handelsblatt-Seiten im Netz. Wer also wissen möchte, ob ein Riester-Darlehen im Einzelfall interessant ist, sollte etwas Zeit und Geduld mitbringen.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass nur sehr wenige Unternehmen in der Finanzbranche überhaupt spezielle Riester-Darlehen anbieten. Dazu zählen nach Angaben der FMH Finanzberatung der Versicherungskonzern Allianz, die DSL Bank (Postbank) sowie die genossenschaftliche WL Bank aus Münster. 

Wer ein Haus baut oder eine Immobilie kaufen möchte, sollte dies allerdings keinesfalls mit Blick auf die Riester-Förderung tun, warnt die  Verbraucherzentrale Baden-Württemberg  in einem Merkblatt. Der Eigenheimerwerb berge in der Regel sehr hohe Risiken, und die Entscheidung sollte sorgfältig überlegt sein. Dies müsse nicht in jedem Fall günstiger sein als zur Miete zu wohnen.

 

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Mit der Riester-Förderung schneller schuldenfrei

Seite 2:

So funktioniert der Vergleichsrechner

Seite 3:

Die Rechnung kommt im Alter

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