Trend geht weg von Aktien
Neue Rekorde beim Bausparen

Sowohl bei der Zahl der neuen Verträge als auch bei den eingezahlten Bauspargeldern dürfte es im diesem Jahr neue Rekorde geben. Das meldet das Statische Bundesamt in Wiesbaden.

HB BERLIN. Allein in den ersten zehn Monaten hätten die Sparer 16 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2002 eingezahlt, teilten die Statistiker am Dienstag in Wiesbaden mit. „Hochgerechnet auf das Jahr 2003 ergäbe dies eine Sparleistung von 26 Milliarden Euro. Dies wäre die höchste jährliche Sparleistung, die von Bausparern jemals erbracht worden ist.“

Auch die Zahl der abgeschlossenen Bausparverträge steuert den Angaben zufolge auf einen Rekordwert zu: Bis einschließlich Oktober seien knapp 30 Prozent mehr neue Verträge abgeschlossen worden. „Würde sich dieser Trend bis zum Jahresende fortsetzen, könnten die Bausparkassen für das gesamte Jahr 2003 mit etwa 4,3 Millionen neuen Bausparverträgen rechnen.“ Nur 1996, als die Eigenheimzulage eingeführt worden sei, habe die Branche ähnlich viele Neuverträge verzeichnet.

Die Bausparkassen sehen im Wesentlichen zwei Gründe für das starke Neugeschäft: Nach den kräftigen Kurseinbrüchen an den Aktienmärkte in den vergangenen Jahren setzten nun wieder mehr Menschen auf die sichere Anlageform Bausparen, sagte ein Sprecher des Verbands der Privaten Bausparkassen. Hinzu kämen Vorzieheffekte wegen der Debatte um die Eigenheimzulage. Diese würden im kommenden Jahr wohl auslaufen. Dennoch sei die Branche für 2004 zuversichtlich, da der Trend weg von Aktien hin zum Bausparen wohl anhalten dürfte.

Die Diskussion um die Abschaffung der Eigenheimzulage hat in Deutschland in diesem Jahr beim Wohnungsbau allgemein zu einer Sonderkonjunktur geführt. So stieg auch die Zahl der Baugenehmigungen bis September um gut neun Prozent zum Vorjahr.

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