Überschussbeteiligung

Aachen Münchener zahlt Spitzenzinsen

Die Aachen Münchener schreibt unter den größten Lebensversicherern für 2012 die höchste laufende Verzinsung gut. Damit liegt der Partner des Finanzvertriebs DVAG nun vor Allianz, R+V, Ergo und Debeka.
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Das Logo der Aachen Münchener Quelle: dpa

Das Logo der Aachen Münchener

(Foto: dpa)

FrankfurtNur wenige Lebensversicherer schaffen für 2012 noch Zinsgutschriften von vier Prozent oder mehr. Die meisten Branchengrößen müssen wegen der sinkenden Renditen an den Kapitalmärkten ihre Überschussbeteiligung um 0,1 bis 0,4 Prozentpunkt senken. Die überraschende Ausnahme ist bisher die Generali-Tochter Aachen Münchener Leben. Der Partner des größten Finanzvertriebs DVAG zahlt seinen Kunden wie für die Jahre 2009 bis 2011 wieder 4,2 Prozent. 

Damit erreicht der zweitgrößte deutsche Lebensversicherer im Vergleich mit den größten der Branche nun eine Spitzenstellung. Denn selbst ein Versicherer mit traditionell hoher laufender Verzinsung, die Debeka, ist nun mit ihrer Überschussbeteiligung an die Marke von vier Prozent herangerückt: „Die laufende Zinsüberschussbeteiligung – einschließlich des Garantiezinses – wird im kommenden Jahr auf 4,1 Prozent nach 4,3 Prozent im Jahr 2011 festgesetzt“, teilte der Versicherungsverein aus Koblenz mit. 

Zum Vergleich: Die Allianz liegt für 2012 bei vier Prozent, und die zu den Genossenschaftsbanken gehörende R+V Leben teilte 3,85 Prozent mit. Ein weiterer großer Lebensversicherer der Generali Deutschland, die Generali Leben, senkte ihre Überschussbeteiligung sogar von 4,0 auf 3,6 Prozent. Bei der Ergo Leben sind es nun 3,8 Prozent statt vier Prozent.

Im Branchenschnitt könnte die laufende Verzinsung des Sparguthabens in den Verträgen im nächsten Jahr die wichtige Marke von vier Prozent unterschreiten, vermuten Manager und Analysten. 2011 lag die durchschnittliche Verzinsung bei 4,1 Prozent. Zur Jahrtausendwende hatten viele Anbieter sogar noch mehr als sieben Prozent gezahlt. „Wir erwarten, dass die historisch hohen Zinsen der Vergangenheit so schnell nicht wiederkommen werden“, sagte ein Sprecher der Allianz.

Die Versicherer leiden unter dem Zinsrückgang an den Finanzmärkten. Sie legen die Prämien ihrer Kunden an den Kapitalmärkten an, vor allem in Anleihen, aber auch in Aktien oder Immobilien. Gesetzlich sind sie verpflichtet, ihre Kunden mit 90 Prozent an den erwirtschafteten Kapitalüberschüssen zu beteiligen. Doch da die Zinsen im Keller sind, nehmen die Versicherer weniger ein - und können weniger Überschüsse gutschreiben.

Zusätzlich zur laufenden Verzinsung zahlen die Lebensversicherer für im nächsten Jahr auslaufende Verträge noch einen Schlussüberschuss. Das ist sozusagen eine Prämie dafür, dass der Kunde bis Vertragsende durchgehalten hat. Zusammen mit der Überschussbeteiligung ergibt dies dann die häufig genannte Gesamtverzinsung des Vertrages. Je nach Situation des Unternehmens ist dieser Zinssatz auch unterschiedlich hoch. 

Der Schlussbonus liegt zum Beispiel bei der Aachen München im nächsten Jahr bei 0,5 Prozent, es ergibt sich also eine Gesamtverzinsung von 4,7 Prozent. Bei der Debeka sind die Werte ähnlich, weil der Schlussüberschuss etwas höher ausfällt: „Für den größten Teil der Verträge liegt die Gesamtver­zin­sung der Sparanteile ab Januar dann bei 4,7 bis 4,8 Prozent (bisher 4,9 bis 5,0 Prozent)“, heißt es in einer Mitteilung.

 

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40 Kommentare zu "Überschussbeteiligung: Aachen Münchener zahlt Spitzenzinsen"

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  • Ich finde es wirklich herrlich , daß hier all jene Kritiker , die unter der Gürtellinie argumentieren , auch immer ohne , oder mit Pseudonamen posten .
    Abgesehen davon ,daß größteneils haltloser Schwachsinn, persönliche Meinungen , Einzelschicksale und Unwahrheiten in den Kommentaren zu finden sind , glänzen diese hauptsächlich durch Rechtschreibfehler .
    Verkraften Mitbewerber denn nicht die Wahrheit ?!
    Natürlich gibt's auch bei der DVAG schwarze Schaafe - aber in diesem Artikel geht es weder um die DVAG noch um Fehlberatung - es wird faktisch erklärt wie gut die AachenMünchener gewirtschaftet hat !
    Erkennt es an oder ignoriert es , aber hört bitte auf andere durch unqualifizierte Kommentare schlecht zu machen , das hat KEIN guter und seriöser Berater nötig !

  • Jungs, hört auf mit dem "Schwanzvergleich"! Hört auf Recht haben zu wollen und fangt an Erfolg haben zu wollen. Hört auf eure Mitbewerber von euch überzeugen zu wollen und fangt an eure Kunden von euch zu überzeugen!

    Derartige Diskussionen führen nur looser! Einigen wir uns darauf, dass ihr alle gute und Schlechte Seiten habt. Vor und Nachteile. Betrüger gibt es überall; aber das ist die Minderheit. Einigen wir uns darauf, dass ihr alle seriöse, ehrliche und fachlich fitte Berater seid. Wenn alle so, wären, dann wärt ihr nicht mehr besser...lass doch andere , andere sein und seid besser!

    Ih denke, dass solche Diskussionen ein Mitgrund sind für den schlechten Ruf dieser Branche. Wenn man derartig ins eigene Nest scheisst, braucht man nicht erwarten das fremde über dieses Berufsbild besser sprechen.

  • Ich kann das ganze schlecht machen gar nicht verstehen! Jeder muß doch für sich entscheiden von wem er sich beraten läßt! Ich bin seit 43 Jahren Kunde der AachenMünchener und jetzt auch der DVAG und kann nichts schlechtes sagen! Habe vor 2 Jahren meine alte Lebensversicherung ausbezahlt bekommen! Und es war eine wahre Freude für mich! :-) ich kann wahrlich sagen ich hatte schon sehr viele Berater bei mir weil ich von Internet Verträgen nicht viel halte und mich damit auch nicht auskenne! Und sie wollten alle meinen alten Vertrag kündigen! Jetzt möchte ich meinen Vermögensberater ohne ihn zu nennen mal loben! Wir sind leider auch vom Hochwasser betroffen! Und die AachenMünchener hat uns schon die komplette Kosten Übernahme bestätigt! Also AachenMünchener weiter so egal was andere sagen! Neid muß man sich erarbeiten!

  • die Gesamtverzinsung ist relativ.....über 80% aller Verträge mit einer Laufzeit von länger als 20 Jahren werden vorzeitig gekündigt....damit ist die Rendite beim Teufel.....und
    wenn der Kunde nich nicht kündigt kommt irgendwann der Vermögensberater und stellt entsprechend um.....neuer Vertrag - neue Provision

  • Kundenschädigende Umdeckungen durch Strukturvertriebe, -speziell DVAG:
    1. kein Vermittler erhält bei einer "Umdeckung" eine Provision ausgezahlt, diese sperrt die DVAG aus den genannten Motiven, zum Schutz der Kunden. Damit wird ein branchenübliche Mißbrauch ausgeschlossen.

    2. Umdeckungen BU, bei gleichem Risko = BU Rente werden bei Übertragungen in neue Produkte keine neuen Gesundheitsfragen gestellt! Dies wird auch dokumentiert.

    3. Einen Bausparer schließe ichab, um grundsätzlich eine gute Kondition für eine Baufinanzierung zu erhalten. Nicht aber um ihn als Kapitalanlage zu nutzen. Sollte ich auf das Darlehen verzichten, dann bekomme ich den Zins von 1% in 4facher Höhe rückwirkend mit Zins und Zinseszins gutgeschrieben.

    Fazit: Stammtischwahrheiten kommen anscheinend auch von vermeintlich gebildeten Mitmenschen (z.B. Ingenieuren) Deshalb erstmal informieren!

  • Klare Worte,und wahr!
    Bist DU Kunde oder Berater??

  • Kundenschädigende Umdeckungen durch Strukturvertriebe

    Es gibt viele negative Berichte über die DVAG oder Strukturvertriebe allgemein.
    Der Kunde steht in keinster Weise im Vordergrund, sondern nur der Vermögensberater, der stets versucht, seine ihm zur Verfügung stehenden Policen zu verkaufen. Ob diese für den Kunden geeignet und auch vom Preis bezahlbar sind, lässt sich ganz leicht sagen, wenn jeder einzelne, bevor er einen Versicherungsvertrag bei einem Strukturvertrieb (DVAG,AWD,OVB,MLP) abschließt, diesen mit anderen Anbietern vergleicht, was die allerwenigsten auch machen und sich dann wundern, wenn sie wieder zu wenig in der Portokasse für Lebensmittel übrig haben.

    Es gibt aber ein sehr Ruf schädigendes Wort, was bei den Strukturvertrieben sehr oft angewendet wird, um neue Provisionen und Einheiten zu kassieren. "Umdeckung" Bei Riester wurde dies z.B. bei den Tarifen 1RG-3RG in den Tarif 4RG sehr sehr oft durchgeführt, was immer mit deutlichen Nachteilen für den Kunden zur Folge hatte.

    Auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung wurden sogenannte "Umdeckungen" durchgeführt. Kunden, die bereits eine bestehende Berufsunfähigkeitsversicherung haben, sollten sich genau überlegen, ob sie ihre Berufsunfähigkeitsversicherung umdecken, da neue Gesundheitsfragen beantwortet werden müssen. Wenn diese aber lasch beantwortet werden, riskiert man seinen Versicherungsschutz und der Schaden für den Kunden ist um vieles größer. Für den Schaden will dann garantiert keiner haften.

    Bausparverträge, die dem Kunden durch z.B. die DVAG angeboten werden, sind für den Kunden ein riesen Verlustgeschäft, da die Guthabenverzinsung bei mikrigen 1% liegt, dafür aber bei der Abschlussgebühr 1,6% verlangt wird. Teils werden Bausparer jehnseits der 200.000€ Bausparsumme abgeschlossen, was weit an einer bedarfsgerechten Beratung am Kunden vorbei geht.

    Alles in allem, sollte sich jeder vorher genauestens informieren, bevor er einen Vertrag unterschreibt.

  • Es kommt nicht auf die Firma an, sondern die Berater! Ich selbst hatte eine Berufsunfähigkeitsversicherung der Nürnberger, von einem Markler vermittelt bekommen. Zur Gesundheit hat er mich nichts gefragt! Wäre nie der Anruf von einem DVAG Mitarbeiter gekommen, auf den ich anfänglich skeptisch reagiert habe, wäre dies alles wohl nicht ans Tageslicht gekommen und ich hätte noch immer einen Vertag mit falsch ausgefüllten Fragen!

    Bei der Nürnberger habe ich mich schlau gemacht, die hätten mich im schlimmsten Falle wegen Versicherungsbetrug anzeigen können, ich hätte null Leistung bekommen und der Markler wäre fein raus gewesen, er hat ja alles nach Informationen von mir ausgefüllt, nach Informationen die er von mir nie wollte! Trotz allem rede ich nicht Schlecht über die Nürnberger, mit unter denke ich eine sehr gute Versicherung, wenn der Berater richtig berät!

    Schwarze Schafe gibt es überall, ob DVAG, ERGO oder die zahlreichen Markler und oder Bänker. Dieses ganze schlecht reden ist doch echt unterste Schublade hier! Ich habe auch kein Hass auf die Nürnberger, bin lediglich vorsichtiger geworden und bis heute treuer und dankbarer DVAG Kunde!

    Anmerken muss ich noch, dass ich nicht nur ein zahlender Kunde bin, sondern auch einer, der bis jetzt jeden Schaden und jede Leistung aus seinen Verträgen schnell und ohne Aufstand überwiesen bekommen hat! Seien es meine zwei Totalschäden am PKW, die kaputte Heckscheibe bei einem Freund, da ich als Umzugshelfer zu ungeschickt war, die Hilfe nach meinem Skiunfall oder auch nur die Finanzierung meiner Wohnung, nachdem ich Jahre lang schon treu bei der Badenia war!

    Viel verdient hat die DVAG unterm Strich nicht an mir, im Gegenteil. Und wer hier schreibt man hat ihn mit Yachten oder ähnlichem versucht für den Job zu gewinnen: Kann man in dem Job sicher erreichen, wie auch bei der ERGO oder sonst wo, aber eben nur wenn man ARBEITET!

    Erfolg hat drei Buchstaben: TUN!

    Grüße

    PS: Kein Finanzer, bin Ingenieur bei MB

  • Die Badenia hat nie Schrottimmobilien verkauft!!! Nur finanziert wie jede Bank auch. Aber ich muß doch als Kunde,mein Objekt das ich kaufen möchte, vorher anschauen ? Wie dumm muß man denn sein, etwas zu kaufen ohne vorher gesehen zu haben. Da muß sich doch jeder an den Kopf fassen.Bei jedem Gebrauchtwagenkauf schaut man genau das Auto an, aber hier bei einen Immobilie mit weit aus größerem Wert nicht.Die besagten Immobilien sind von Maklern verkauft worden, nicht von der Badenia !!!

  • Zur Targobank fällt mir eine Geschichte ein: "Ein gut verdienender Mann kommt in die Bank und möchte einen Ratenkredit abschließen um eine größere Konsumanschaffung zu finanzieren. Heraus kam er zwar mit einem Ratenkredit, bei dessen Zinssatz einem das Licht ausgeht und um diesen Kredit zu erhalten, musste er eine 100 € Monatsbeitrag Lebensversicherung (keine RSV Tod o.ä.) abschließen, die er weder wollte noch benötigte. Das nenne ich "aufs Auge drücken".

    So geht Bank heute.

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