Überschussbeteiligung: Versicherungskammer Bayern geht deutlich runter

Überschussbeteiligung
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Versicherungskammer Bayern geht deutlich runter


Debeka-Chef Laue erklärte weiter: „Es geht bei unserer Anpassung – was Kritiker der Lebensversicherung gern behaupten – nicht darum, den Versicherten Leistungen vorzuenthalten, sondern um verantwortungsbewusste Maßnahmen zu ihrem Schutz.

Aufgrund sehr lange laufender Kapitalanlagen können wir aber auch langfristig mit dem aktuellen Zinsniveau umgehen.“ Dafür bilde die Debeka bereits seit längerer Zeit zusätzliche Rücklagen. Allein im Jahr 2012 führe die Debeka der gesetzlichen Zinsreserve zusätzliche 250 Millionen Euro zu. Auch dies müsse aus den laufenden Überschüssen finanziert werden.

Auch der größte Sparkassenversicherer, die Versicherungskammer Bayern, sieht die anhaltend niedrigen Zinsen als Herausforderung. Um langfristig eine gute Verzinsung zu finanzieren, seien hohe Reserven ein unverzichtbarer Garant. Die Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG, größter Lebensversicherer des Konzerns VKB, zähle zu den Gesellschaften mit den höchsten Bewertungsreserven in der Branche.

Dennoch senkt das Unternehmen seine Überschussbeteiligung 2013 auf einen der niedrigsten Werte in der Branche: 3,1 Prozent. Bisher waren es 3,5 Prozent. Die Bayern-Versicherung bietet darüber hinaus auch im Jahr 2013 eine attraktive Gesamtverzinsung auf den Sparanteil.

Für Neuverträge gegen laufenden Beitrag betrage diese 3,7 Prozent. Darin enthalten seien 0,6 Prozent für den Schlussüberschuss inklusive der Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven. Die Gesamtverzinsung für Neuverträge gegen Einmalbeitrag liege bei bis zu 3,3 Prozent auf den Sparanteil.

Die Sparte Lebensversicherung des Sparkassenversicherers verzeichnete 2012 ein starkes Beitragswachstum. Die Prämien stiegen den Angaben zufolge um 5,9 Prozent auf 2,62 Mrd. Euro. Die Einnahmen aus laufenden Beiträgen lägen in etwa auf Vorjahresniveau.

Die Einmalbeiträge legten um 14,9 Prozent zu. Die Verwaltungskostenquote liege mit 1,7 Prozent deutlich unter dem Marktniveau (2,4 Prozent). Der Kapitalanlagenbestand habe sich um 2,2 Prozent auf 23,35 Milliarden Euro erhöht.


Die Kunden der Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG erhalten eine laufende Verzinsung von 3,5 Prozent fest. Damit betrage die Gesamtverzinsung inklusive Schlussüberschuss und Sockelbeteiligung an der Bewertungsbeteiligung für langjährige Kunden durchschnittlich 4,15 Prozent. Die Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG, Hamburg, wird am 21. Dezember 2012 umbenannt in Basler Lebensversicherungs-AG. Sie ist Teil der Basler Versicherungen in Deutschland.

 
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  • Gut, dass es das HB gibt! Nachdem sich hier im Forum die Versicherungsfuzzies die Bälle nach bewährtem Vertriebsmuster nur so hin und her werfen und natürlich alle anderen keine Ahnung von der ach so schwierigen Materie haben, sollte schon mal ein Blick darauf geworfen werden, was unter dem Strich heraus kommt! Und da sieht es gar nicht so schlecht aus - für die Versicherer! Denn eines ist sicher: die eigene Rendite! Auch wenn sich Vertrieb und Gesellschaft wie Haifische um die Beute streiten, es reicht für beide! Wenn die unwissenden Kunden so blöd sind und sich nicht umgehend informieren: selber schuld!

  • Schauen Sie sich die RechVersV die Deckungsrückstellungsverordnung und insb. das VAG an. Es gibt keine Möglichkeit Gewinne oder Reserven am Kunden vorbei an den Aktionär zu schleusen.
    Alles unfug, alles Unwissen.

  • Volle Unterstützunh füt RainerL.

    Die Branche und die Verbraucherschützer haben das Geschäftsmodell und Bilanzmathematik noch nicht verstanden.
    Bewertungsreserven vorher ausschütten ist Unfug. Die Branche wird für vorsichtiges Wirtschaften, im kontrast zu den Banken, bestraft.

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