Umfrage
Bürger vernachlässigen Betriebsrenten

Die Arbeitnehmer in Deutschland schöpfen die Möglichkeiten zur betrieblichen Vorsorge bei weitem nicht aus. Nur 38 Prozent von ihnen legen Geld für den Ruhestand an, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest Finanzforschung zeigt. Fidelity und andere Vermögensverwalter wittern Chancen für das eigene Geschäft.

ina FRANKFURT. Für die Umfarge im Auftrag von Fidelity International wurden im September 500 Arbeitnehmer befragt. „Hier zu Lande wissen zu wenige Beschäftigte über die Möglichkeiten Bescheid; das ist vor dem Hintergrund der sinkenden Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung besorgniserregend“, sagt Klaus Mössle, Geschäftsführer der Deutschland-Niederlassung von Fidelity. Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, per Entgeldumwandlung steuer- und sozialabgabenfrei Beiträge in einen Vorsorgevertrag einzubringen.

Die Arbeitsgemeinschaft betriebliche Altersversorgung bezifferte das auf diesen Feldern angesammelte Kapital bereits vor zwei Jahren auf über 400 Mrd. Euro. Ein Teil dieser Mittel kann auch von Anlagegesellschaften verwaltet werden. Deshalb sehen die Asset-Manager in diesen Teilbereichen große Zukunftschancen.

Das gilt beispielsweise für die bisher wenig genutzten Zeitwertkonten. Hier können Arbeitnehmer Teile ihres Lohns, Boni, Prämien oder Entgelte für nicht genommene Urlaubstage etwa in Fonds einzahlen. Diese Anlagevariante wendet sich gerade an Beschäftigte, die vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter aus dem Beruf ausscheiden wollen und erhöhten Vorsorgebedarf haben.

Laut Umfrage plant jeder zweite Arbeitnehmer den Ruhestand vor dem 65. Lebensjahr. Fidelity betreut Zeitwertkonten etwa für die LBBW. Größere Anbieter auf diesem Gebiet sind Allianz Global Investors, DWS und Deutsche Asset Management. „Der Markt für Zeitwertkonten ist noch sehr jung, entwickelt sich aber dynamisch“, sagt Tobias Pross, Leiter des Altersvorsorgegeschäftes bei Allianz Global Investors in Deutschland.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%