Umfrage
Fehlzeiten am Arbeitsplatz kosten Milliarden

Wie teuer ist ein Schnupfen? Was kosten Rückenschmerzen? Die Behandlung von Erkrankungen belastet nicht nur das Gesundheitssystem. Auch der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm: Umsatzausfälle durch Fehlzeiten am Arbeitsplatz kosten deutsche Unternehmen im Jahr 2007 voraussichtlich mehr als 30 Milliarden Euro.

Das haben jüngste Berechnungen des Verbandes Deutscher Fitness- und Gesundheitsunternehmen ergeben. Nach den Einsparprogrammen der letzten Jahre ist in vielen Unternehmen die Personaldecke so ausgedünnt, dass bei Ausfall erkrankter Mitarbeiter die Zeitpläne nicht mehr eingehalten werden können. Die aktuelle Trend-Befragung vom Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) und Handelsblatt.com geht der Frage nach, wie Betriebe auf diese Risikolage reagieren.

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In mehr als 85 Prozent der deutschen Unternehmen sollen Kollegen die Arbeit von erkrankten Mitarbeitern durch Überstunden mittragen. Dies gelingt jedoch nicht einmal in der Hälfte der Fälle: 51,2 Prozent der befragten Firmen geben an, dass sich durch krankheitsbedingte Ausfälle die Bearbeitung von Vorgängen verschiebt. Das ergab die Studie „Betriebliches Risikomanagement“ des IMWF vom März 2007. Dadurch können häufige Krankmeldungen gerade bei kleineren, gut ausgelasteten Betrieben eine Abwärtsspirale in Gang setzen: Die Überbelastung der verbleibenden Mitarbeiter drückt die Motivation und führt ihrerseits zu Gesundheitsrisiken bei der Belegschaft.

Ausreichend Gründe für das Management, sich um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu sorgen. Während viele Großunternehmen bereits in Präventionsmaßnahmen investieren, wird das Thema im Mittelstand bisher vielfach vernachlässigt. Dabei kostet jeder Krankheitstag den Arbeitgeber im Bundesdurchschnitt 750 Euro. Ein Verzicht auf Prävention erweist sich dabei schnell als Sparen am falschen Ende: Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention kompensiert jeder in die Vorbeugung investierte Euro drei Euro Verdienstausfall. Mit der neuen Erhebung zum betrieblichen Gesundheitsvorsorge geben das IMWF und Handelsblatt.com einen aktuellen Überblick, wo deutsche Firmen bei Gesundheitsschutz und Einkunftssicherung stehen.

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