Unabhängige Verwalter schaden den Banken nicht
Deutsche lassen sich Beratung was kosten

Seit Monaten häufen sich die Anfragen bei Ralf Nomrosky: „Honorarberatung ist im Kommen“, weiß der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Kapitalanlagen und Finanzplanung aus Düsseldorf. Er ist einer von bundesweit 15 Fachleuten dieser Art.

Gegen Honorar kommt der zertifizierte Finanzplaner ins Haus und will am liebsten gar nichts verkaufen oder vermitteln. „Am besten ist es doch, wenn die vorliegende Struktur auf die Umstände passt und den absehbaren Entwicklungen gerecht wird“, sagt Nomrosky.

In der Praxis kommt das jedoch selten vor. „Die meisten Vermögen, die uns vorgelegt werden, sind offensichtlich mehr vom Zufall strukturiert als von fachkundigem, zukunftsorientiertem Kalkül“, beobachtet Lutz Overlack, Geschäftsführer der Fund Market GmbH in Hamburg: Sein Haus, ein Ableger der Lampe Privatbank sowie der Banque de Luxembourg, bietet professionelle Strukturierung und ausgefeilte Fondskonzepte für diese Klientel, so wie es viele andere Anbieter ebenfalls mit wachsendem Erfolg machen.

Der Beratungsbedarf ist immens. Fast 3 000 Mrd. € haben Bundesbürger in Geldanlagen stecken, zusätzliche 1 000 Mrd. € in Versicherungen. Immobilien kommen noch dazu. Die Vermögen haben im vergangenen Jahr nach Berechnungen des Bundesverbands deutscher Banken um 5 % oder fast 200 Mrd. € zugekommen, während die Wirtschaft stagnierte.

Mit den insgesamt 3 000 Mrd. € auf Sparkonten oder in Wertpapierdepots könnten die Sparer und Anleger alles, was die deutsche Wirtschaft im Jahr produziert und verkauft, glatt noch einmal kaufen. Das Geld würde darüber hinaus noch reichen, um sämtliche deutschen Aktien aufzukaufen. Davon liegen einige Milliarden ohnehin schon in Fonds und Versicherungen, die zum Geldvermögen zählen.

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