Unfallversicherung
Gut gesichert auf dem Arbeitsweg

Arbeitnehmer sind bei Unfällen auf dem Weg zur Arbeit besser abgesichert, als viele Juristen glauben. Das geht aus zwei aktuellen Urteilen hervor.

Im ersten Fall entschied das Bundessozialgericht: Verletzen sich Mitarbeiter bei dem Versuch, eine Panne zu beheben, müssen Berufsgenossenschaften das als Arbeitsunfall anerkennen (B 2 U 24/06). Ein Tischler hatte auf dem Weg zur Arbeit angehalten, da sein Wagen Schleifgeräusche von sich gab. Als er nachsehen wollte, ob sich ein Ast unterm Auto verklemmt hatte, rutschte der Wagenheber ab. Die tragische Folge: Schädelbasisbruch. Entscheidend für die Anerkennung als Arbeitsunfall sei, dass der Mann davon ausgehen konnte, den Schaden am Auto selbst beheben zu können, entschieden die Bundesrichter.

Im zweiten Fall hatte die Gruppenunfallversicherung des Arbeitgebers einem Mitarbeiter, der durch einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit zum Invaliden geworden war, 25 550 Euro gezahlt. Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschied jetzt: Obwohl die Unfallversicherung vom Arbeitgeber abgeschlossen wurde, sei die Auszahlung kein "steuerpflichtiger Arbeitslohn" (2 K 2214/07). Es handle sich vielmehr um eine Entschädigung, die nicht der Lohnsteuer unterliege.

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