Unfallversicherungen im Test
Die richtige Police gegen Sturz und Zeckenbiss

Alle fünf Sekunden ereignet sich in Deutschland ein Unfall, zwei Drittel davon in der Freizeit. Eine private Unfallversicherung springt dann ein. Experten haben im Auftrag des Handelsblatts die Angebote getestet.

MünchenDie Welt kann gefährlich sein. Alle fünf Sekunden ereignet sich in Deutschland ein Unfall, zwei Drittel davon in der Freizeit. Für diesen Schaden zahlt die gesetzliche Unfallversicherung nicht – private Unfallversicherungen kommen dann zum Einsatz. Sie versprechen Hilfe wenn es auf der Skipiste zu einem Unfall gekommen ist, man beim Fensterputzen von der Leiter gefallen ist oder ein Zeckenbisse böse Folgen hat.

Bei folgenschweren Unfällen, die zu dauerhafter Invalidität führen, zahlt eine Unfallversicherung eine hohe, einmalige Summe. Geld, das helfen kann, das Haus oder die Wohnung barrierefrei umzugestalten oder Einkommensverluste auszugleichen.

Ein vollwertiger Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung sind solche Versicherungen jedoch keineswegs, warnen Verbraucherschützer. Denn die meisten berufsunfähigen Menschen könnten ihren Job aufgrund von Krankheiten nicht mehr ausüben, Unfälle seien nur in etwa zehn Prozent der Fälle der Grund. „Wichtiger ist es folglich, sich erstmal gegen Berufsunfähigkeit insgesamt abzusichern. Wer das aufgrund von Vorerkrankungen nicht kann oder sich zusätzlich absichern möchte, kann über den Abschluss einer Unfallversicherung nachdenken – zu den wichtigsten Policen gehört sie jedoch nicht“, heißt es so bei Verbraucherzentrale Hamburg.

Und trotz Abschluss einer privaten Unfallversicherung kann man schlecht abgesichert sein, warnen die Versicherungsexperten von Franke und Bornberg. Zahlreiche Verträge böten durch zu niedrige Summen oder Schwächen im Kleingedruckten keinen ausreichenden Schutz. Die Unterschiede bei den Produkten der einzelnen Anbieter seien in Bezug auf Leistung und Konzept „beträchtlich“. Und es sei leicht, auf ein falsches Produkt reinzufallen: „Immer wieder werben Versicherer mit Teilleistungen, die sich gut in griffige Werbeslogans verpacken lassen, aber nichts über die wirkliche Leistungsstärke des Produktes aussagen“.

Im Auftrag des Handelsblatts hat Franke und Bornberg deswegen Versicherungspolicen einer genauen Prüfung unterzogen. Tarife, die nicht nur auf einen – günstigen – Basisschutz abzielen, sondern auch darüber hinaus gehende Extra-Leistungen beinhalten, wie etwa die Übernahme unfallbedingter Zahnersatz- und Zahnbehandlungskosten oder die Mitversicherung von Unfällen aufgrund von Bewusstseinsstörungen durch Medikamenteneinnahme.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%