Verbraucherschutz
Heftiger Streit über Bezahlung der Berater

Die Finanzkrise und die hohen Verluste von Anlegern haben eine Debatte um einen besseren Verbraucherschutz ausgelöst. Ein Hauptthema ist die Kontroverse zwischen Provisionsvermittlung und Honorarberatung. Anbieter mit Honorarmodellen kämpfen um mehr Anerkennung - Vermittler verteidigen die traditionelle Vergütung.
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FRANKFURT. Vermittlerverbände wie der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) fühlen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Honorarberater sehen dagegen die Chance auf mehr Geschäft.

Entscheidend wird nun sein, was der Gesetzgeber tut: "Honorarberatung durch freie Vermittler wird - soweit sie nicht vom Gesetzgeber unterstützt wird - auch in Zukunft keine große Rolle spielen", glaubt der Deloitte-Berater Kurt Wolfsdorf. "Da die meisten Versicherungen nicht gekauft, sondern verkauft werden, sind hier enge Grenzen gesetzt."

Honorarberater wehren sich gegen den Vorwurf, ihr Produkt sei für einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen zu teuer. Das sei unhaltbar, meint der Verbund deutscher Honorarberater (VDH). Richtig sei, dass heute der Durchschnittshaushalt allein im Versicherungsbereich pro Jahr 3 650 Euro an Beiträgen aufwende. Durch Honorarberatung könnten diese Ausgaben um 1 200 Euro reduziert werden.

Für Honorarberater gibt es allerdings noch keine einheitliche Gebührenordnung. Viele, besonders finanzschwache Verbraucher, würden durch die sofortige Honorarforderung abgeschreckt, meint daher die Versicherungswirtschaft.

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