Versicherer bringen staatlich geförderte Rentenprodukte auf den Markt
Rürup-Rente lebt vom Steuervorteil

Die ersten Policen der staatlich geförderten privaten Leibrente (Rürup-Rente) sind nach Einschätzung von Experten vergleichsweise fair kalkuliert, eignen sich aber nur für bestimmte Personenkreise und werfen keine hohen Renditen ab.

FRANKFURT/M. Die Rürup-Rente ist seit Jahresbeginn auf dem Markt. Damit können Lücken in der gesetzlichen Rente ausgeglichen werden. Das Analysehaus Morgen & Morgen erklärte, die vorliegenden Angebote seien fair kalkuliert. Allerdings sagen Altersvorsorgeberater, dass die Rürup-Rente sich nur in bestimmten Situationen lohnt. „Vor allem für Selbstständige ohne Familienanhang könnte eine Rürup-Rente in Frage kommen“, meint der Versicherungsberater Ralf Nomrosky. Vermögensberater Michael Huber vom VZ-Vermögenszentrum in München sagt, das neue Vorsorgeprodukt empfehle sich nur in Einzelfällen.

Die private Rürup-Rente funktioniert ähnlich wie die gesetzliche Rente. Zur Versorgung von Angehörigen ist sie allerdings nicht geeignet, da das ersparte Kapital nicht vererbbar ist.

Berechnungsbeispiele zur Rendite der Rürup-Rente (pdf-Format)

Vor allem Selbstständige haben mit der Rürup-Rente ab sofort Gelegenheit, Beiträge in eine Altersvorsorge einzuzahlen und davon 60 Prozent abzusetzen. Bei Angestellten, deren Freibeträge zum großen Teil schon von den gesetzlichen Rentenbeiträgen ausgeschöpft sind, kommen die Steuervorteile weniger zum Tragen.

Doch auch für Selbstständige lohnt sich die Rürup-Rente nicht immer. Da die Renteneinkünfte im Alter besteuert werden, kassiert der Staat am Ende wieder, was er dem Sparer zuvor geschenkt hat. Nur wer im Alter mit deutlich niedrigeren Einkünften rechnet als im Berufsleben, dürfte über das ganze Leben gerechnet Steuern sparen.

Seite 1:

Rürup-Rente lebt vom Steuervorteil

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%