Versicherungen und Überspannungsschutz
Wirksamer Schutz gegen Blitzschäden

Große Hitze bestimmt diesen Sommer. Damit gehen aber auch starke Gewitter einher. Sie können im Haushalt große Schäden anrichten. Wie man sich schützen kann und was Versicherungen leisten.

Blitze entladen sich dabei mit 2,2 Millionen Volt und mit bis zu 30 000 Hitzegraden. Im vergangenen Jahr zuckten zwei Millionen Blitze vom deutschen Himmel. Die Versicherungen zahlten Sachschäden von fast 300 Millionen Euro. Das ist dreimal so viel wie noch vor zehn Jahren. Der Anstieg der Schadenshöhe erklärt sich auch dadurch, dass in den Haushalten immer mehr blitzanfällige elektrische Geräte stehen.

Ungeschützte Fernseher, Computer, Hifi- , Telefonanlage oder Kühlschrank können der Blitzenergie kaum standhalten. „Wenn plötzlich viele tausend Volt durch das Netz schießen, ereilt die empfindlichen Netzteile, die nur auf 230 Volt ausgelegt sind, oft der Sekundentod", sagt Diplom-Ingenieur Axel Dausend, Sachverständiger für Elektronik.

Besonders ärgerlich ist eine Schädigung des Computers. Wichtige Daten sind dann meist unwiederbringlich verloren. Elektronik-Experte Dausend: „Es reicht schon, wenn der Blitz im Umkreis von zwei Kilometern einschlägt. Da entsteht ein elektrischer Flächenbrand. Wenn die Killerimpulse sich jetzt nicht an einem Überspannungsschutz austoben können, ist das Gerät futsch."

Der Blitzableiter auf dem Dach allein schützt nicht ausreichend. „Blitzableiter führen den Blitzstrom zwar kontrolliert ab“, erklärt Dausend, „ sie haben aber den Nachteil, dass ein beträchtlicher Teil des Blitzstroms in die Hausinstallation zurückfließt und dort bei fehlenden Schutzgeräten zu massiven Zerstörungen führen kann."

Versicherungsschutz hilft auch nur bedingt. Zum einen decken Hausratversicherungen meist nur den direkten Blitzeinschlag ins Gerät ab, was in der Realität äußerst selten vorkommt, nicht aber Überspannungsschäden. Zum andern hat etwa der Datenverlust durch einen beschädigten Computer meist unbezahlbare Folgen. Beim Abschluss einer Versicherung sollte – so der allgemeine Expertenrat – darauf geachtet werden, dass auch elektronische Geräte eingeschlossen sind. Wichtig ist dabei die Festlegung, zu wie viel Prozent der Versicherungssumme diese Geräte entschädigt werden. Der Abschluss einer speziellen Elektronik- versicherung kann sich durchaus lohnen.

Besser noch als die Absicherung von Schäden ist der vorbeugende Blitzschutz. „Professionelle Überspannungsschutzstecker oder Steckdosenleisten mit integriertem Überspannungsschutz schützen gegen Blitzschläge im weiter entfernten Umkreis“, rät Joachim Schimanski, Fachbuchautor in Sachen Überspannungsschutz und Leiter des Geschäftsbereichs Überspannungsschutz beim Elektronik-Hersteller Phoenix Contact. „Wer ganz sicher gehen will, sollte im Verteiler seiner Wohnung Überspannungsableiter einsetzen."

Überspannungsschutzstecker sind ab 35 Euro zu haben. Sie werden über die die Steckdose angeschlossen. Eine Steckerleiste für den gleichen Zweck kostet zwischen 50 bis 60 Euro; ein Steckadapter für den Antennenanschluss des Fernsehers ist für 80 Euro zu haben. Ganze Einfamilienhäuser lassen sich vom Fachmann ab etwa 800 Euro, Wohnungen für rund 300 Euro wirksam sichern.

Experte Dausend rät: Man sollte nicht beim erstbesten Sonderangebot zugreifen. Tests einer Computer-Fachzeitschrift hätten ergeben, dass manche Schutzstecker bei der Eliminierung von Überspannungen sogar Feuer fangen können.

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