Versicherungsverband
Herabstufung der USA sei kein Problem

Keine Angst vorm US-Schuldenstreit: Falls die Ratingagenturen die Bonität der USA herabstufen sollten, träfe das deutsche Versicherer kaum - meint der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.
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FrankfurtDie deutschen Versicherer brauchen nach Ansicht ihres Branchenverbandes eine mögliche Herabstufung der Bonität der USA kaum zu fürchten. Sie dürften nach den Vorgaben der Finanzaufsicht BaFin ohnehin nur ein Fünftel ihrer Anlagen in anderen Währungen als dem Euro tätigen, erklärte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Selbst wenn die USA trotz der Einigung im Schuldenstreit ihr „AAA“-Rating verlieren würden, ginge es nur um eine Herabstufung in eine etwas weniger sichere Kategorie. „Konsequenzen für die Kapitalanlagetätigkeit der Versicherer sehen wir vor diesem Hintergrund nicht“, sagte ein Sprecher des GDV. Deutsche Versicherer gehörten zu den Kapitalanlegern, die am vorsichtigsten und weitsichtigsten handelten, erklärte der Verband. Das habe auch die schwere Bankenkrise gezeigt, in der sich die Branche als stabil erwiesen habe.

Die Münchener Rück (Munich Re), die zuletzt allein 11,3 Milliarden Euro in US-Staatsanleihen investiert hatte, bezeichnete die Einigung als beruhigendes Signal an die Kapitalmärkte. „Für Munich Re hat sich unser sorgsam ausbalanciertes Kapitalanlageportfolio mit einem guten Mix von unterschiedlichen Festverzinslichen und Realwerten auch in diesen turbulenten Zeiten erneut bewährt“, urteilte eine Sprecherin.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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