Verzicht auf komplizierte Regeln gefordert: Bausparkassen wollen Wohneigentum und Altersvorsorge verknüpfen

Verzicht auf komplizierte Regeln gefordert
Bausparkassen wollen Wohneigentum und Altersvorsorge verknüpfen

Die Bausparkassen wollen Wohneigentum und private Altersvorsorge auf einfache Weise verknüpfen. Dafür legten sie ein eigenes Förderkonzept vor. Sie wollen so auch eine Alternative für die wegfallende Eigenheimzulage anbieten.

HB BERLIN. Unterm Strich komme das deutlich billiger, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Andreas Zehnder, am Dienstag in Berlin. Das Vorhaben stärke auch die Idee der Vorsorge.

Union und SPD haben sich zum Ziel gesetzt, selbst genutzte Immobilien besser in die Altersvorsorge zu integrieren. Zu den Kernpunkten des Bausparkassen-Konzeptes zählt, dass bei den eigenen vier Wänden auf die nachgelagerte Besteuerung im Rentenalter verzichtet wird. Das ist bei der der gesetzlichen Rente oder der Riester-Rente anders. Deshalb sollen Hausbauer während der Förderung nur 80 Prozent der Riester-Zulage erhalten. Auch soll die Immobilie vererbbar sein.

Die Bausparkassen forderten, auf komplizierte Regelungen zu verzichten, die zur Vermeidung von Altersarmut eine vorzeitige Veräußerung der Immobilie verhindern. Dass jemand sein Wohneigentum verkaufe und den Erlös verspiele, seien „irrationale Einzelfälle“, die keiner Regelung bedürften.

Nach Darstellung Zehnders bedeutet die eingeschränkte Förderung bei einem Ehepaar mit einem Kind eine Zulage ab 2008 von 394 statt 493 Euro im Jahr bei der Riester-Rente. Der staatliche Förderaufwand von anfangs 100 Millionen Euro jährlich steige über den Zeitraum von etwa 20 Jahren auf maximal zwei Milliarden Euro. Dies mache höchstens ein Drittel der früheren Eigenheimzulage aus. Bei dem Konzept habe man „sogar an den Finanzminister gedacht“, meinte Zehnder.

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