Vorerkrankungen: Versicherungsschutz auf der Kippe

Vorerkrankungen
Versicherungsschutz auf der Kippe

Immer wieder gibt es Streit mit Versicherern über verschwiegene Erkrankungen. Selbst wenn die Kunden Angaben gegenüber dem Makler machen, genießen sie noch nicht unbedingt auch Versicherungsschutz, wie ein aktuelles Urteil zeigt.

Eine Frau entschied sich auf Rat eines Versicherungsmaklers, eine Risikolebensversicherung mit Berufsunfähigkeitsschutz zu unterschreiben. Als sie tatsächlich berufsunfähig wurde, zahlte die Assekuranz nicht: Die Frau habe bei Vertragsabschluss mehrere Erkrankungen verschwiegen. Die Kundin verklagte daraufhin den Makler, die laut Versicherungsvertrag vorgesehene monatliche Rente zu zahlen. Schließlich habe sie ihm die Krankheiten genannt und er die Unterlagen ausgefüllt. Somit müsse er für den Fehler einstehen.

Das Oberlandesgericht Koblenz wies die Klage jedoch ab (5 U 582/06). Die Frau habe nicht bewiesen, dass der Versicherer sich bei Kenntnis der Krankheiten auf den Vertrag mit ihr eingelassen hätte. Womöglich wäre er dann abgelehnt worden. Es sei daher nicht klar, ob ein Schaden entstanden sei.

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