•  
  • Digitalpass
  • Finanzen
  • Unternehmen

    STELLENMARKT

    Mit dem Jobturbo durch-
    suchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen in 36 deutschen Stellenbörsen.
  • Politik

  • Technik
  • Auto
  • Sport
  • Panorama
  • Social Media
    Einstellungen
    Dauerhaft aktivieren und Datenübermittlung zustimmen oder deaktivieren:
    Folgen Sie Handelsblatt:
  • Video
  • Service

Vorsorge
Riester wird noch unrentabler

Ab 2012 lohnt sich die Riester-Rente noch weniger. Verbraucherschützer warnen schon jetzt davor solche Verträge abzuschließen. Ab dem nächsten Jahr wird es noch weniger attraktiv. Vor allem Versicherungssparer leiden.
  • 38

DüsseldorfMit guten Vorsätzen ins neue Jahr starten und im Januar einen Riester-Vertrag abschließen? Das ist keine gute Idee, meinen Verbraucherschützer, denn die Riester-Rente wird immer unrentabler. „Die jetzt schon als unrentabel erkannte Riester-Rente wird durch Neuregelungen noch unattraktiver" sagt Axel Kleinlein, Vorstandsvorsitzender des Bundes der Versicherten (BdV).Gründe dafür sind die Senkung des Garantiezinses und ein höheres Mindestalter für den Rentenbezug.

Gerade erst hatte Kleinlein in einer Studie gezeigt, dass die Rendite der Riester-Rente seit ihrer Einführung 2001 stetig gesunken ist, die Höhe der monatlichen Rentenzahlungen wird also immer geringer. Zum Jahreswechsel drohen Versicherten, die ihren Vertrag neu abschließen, weitere Rendite-Einbußen.

So wird der Garantiezins zum 1. Januar 2012 von aktuell höchstens 2,25 Prozent auf dann maximal 1,75 Prozent gesenkt. Betroffen davon sind alle Angebote der Lebensversicherer - und eben auch Riester-Verträge, die ab diesem Stichtag abgeschlossen werden. Gerade für ältere Sparer ab 50 wird es dadurch schwieriger, einen lohnenswerten Versicherungsvertrag zu finden. Denn der Garantiezins wird nicht mehr ausreichen, um die Kosten auszugleichen, die Versicherungen für ihre Produkte verlangen.

Außerdem müssen ab 2012 alle Riester-Sparer mindestens 60 Euro im Jahr investieren, um die staatliche Förderung zu bekommen. Diesen Eigenbeitrag müssen künftig auch mittelbar Zulageberechtigte wie nicht berufstätige Ehepartner von Riester-Sparern zahlen, die einen eigenen Vertrag abgeschlossen haben. Bisher bekamen sie die Grundzulage ohne Eigenbeitrag.

Wer sich ab nächstem Jahr für einen Riester-Vertrag entscheidet, muss außerdem mit der Auszahlung bis zum 62. Lebensjahr warten. Sonst müssen die Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden. Bei bis Ende 2011 abgeschlossenen Policen kann die Rente weiterhin förderunschädlich ab dem 60. Lebensjahr beginnen.

Seite 1:

Riester wird noch unrentabler

Seite 2:

Unabhängige Beratung wird wichtiger

Kommentare zu "Riester wird noch unrentabler"

Alle Kommentare
  • Riester hat sich doch rentiert fuer Versicherungen und Firmen wie AWD. Eine der groessten Errungenschaften der Regierung Schroeder in Zusammenarbeit mit Maschmeyer.

    Also jetzt mal langsam - der Euro ist ein Desaster, die Telekom-Aktie war ein Desaster, die Riester Rente wird ein Desaster. Dies waren grosse Errungenschaften der letzten Regierungen.

  • "Sowohl der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft wie auch der Bundesverband Investment und Asset Management kritisieren Studie und Aussagen der Verbraucherschützer."

    Das ist ja putzig. Naja, informierte Verbraucher sind aber auch lästig...

  • Dafür entwickelt sich die Leiharbeit prächtig!

    Schönen Tag noch.

  • Der Garantiezins wirkt sich gar nicht auf die Rendite aus.
    Die Gesamtverzinsung ist entscheidend. Außerdem ist der Erfolg Riester vor allem auch eine Frage der Rentenzahldauer. Fazit: Für Raucher und Fette lohnt sich Riester weniger als für Gesunde mit guten Genen

  • Jetzt aber mal langsam Steuerzahler. Diese Interessensgruppe stellt eine Lobby dar, fuer welche Politiker direkt und staendig zustaendig sind.

    Das Volk darf ja nur alle paar Jahre ein Kreuz auf einem Stueck Papier abgeben. Aber das Volk ist damit zufrieden. Vielleicht sollte man auch Ringe zulassen, um das Volk noch mehr zu begluecken.

  • "Unrentabler"!
    Wie kann ein redakteur einen solchen Unsinn verzapfen?
    Noch nie war eine Lebensversicherung rentabel wenn sie so genutzt wurde, wie vorgesehen, als Alterssicherung!
    Allenfalls als kurzfristige und gehebeltes Zocken. Das habe ich selbst erfolgreich bis vor einigen Jahren so realisiert! Bis zu 25% Rendite p.a., bei einem Anlagehorizont von ca. vier Jahren und quasi null Risiko (wenn man Pleite eines Versicherers ausschliesst).

  • Versicherungssparen ist doch absolut sinnlos. Die machen nichts anderes als Kundengelder in Staatsanleihen anzulegen und sich davon, wie Parasiten, ein Stück von dem Kuchen einbehalten. Ausserdem sind die Produkte zum Teil teurer wie die staatlichen Zuschüsse! Wer sich nicht zutraut Geld selbst anzulegen, der sollte einfach mal nach "provisionsfrei Geld anlegen" googeln und sich einen passenden Anbieter auswählen.

  • Riester ist eh nur was für geistig Zurückgebliebene. Reicht es nicht wenn man zur gesetzlichen Rentenversicherung gezwungen wird? Muss man dann noch seine zusätzliche wieder in Staatshände geben? Wie hohl muss man da sein. Riester-Rente ist ein Politiker-Produkt. Also von selbsternannten Eliten Erfundenes. Das kann keinen Nutzen für das Normalvolk bringen. Politiker zeichnen sich dadurch aus, das Volk abzuzocken wo immer es geht. Das sollte jeder begriffen haben. Wer nicht, der soll riestern.

  • Es ist immer wieder ein Jammer zu lesen, wie sich die "gesamte Presse" oberflächlich mit diesem Thema beschäftigt. Ich verallgemeinere das, weil die "Presse" auch hier alle am Markt vorhandenen Unternehmen und deren Tarife in eine Schublade schiebt, ohne sich vorher anzusehen, was für Folgen das hat. Sensation ist alles! Ich gebe gern den Hinweis an die Redaktion sich einmal mit folgenden Themen genauer zu beschäftigen: dynamische 3 Topfhybride, Variable Annuities, garantierte Rentenfaktoren (auf Garantie- und Gesamtguthaben), Förderquoten, etc. Jeder weiß, dass er eine Rentenlücke hat und es werden Produkte kaputtgeredet, welche dazu führen sollen, dass niemand an Altersarmut leiden muss... Schade!

  • Im Zusammenhang mit Riester ist meist nur von Versicherungsverträgen die Rede. Man kann auch einen Fondssparplan abschließen. Der sollte langfristig deutlich bessere Renditen aufweisen.

Serviceangebote