Vorsorge und Versicherung
Berufsunfähigkeit: Hohes Risiko

Jeder vierte Berufstätige hält nicht bis zur Rente durch: 25 Prozent erkranken ernstlich vorzeitig. Nicht Krebs oder Herzinfarkt, wie die meisten glauben, sondern Psyche und Kreuz tragen sie aus der Kurve. Fehlendes Einkommen setzt die Gebeutelten dann schachmatt.

Wer berufsunfähig ist, bekommt von der gesetzlichen Rentenversicherung bestenfalls eine Mickerrente, schlimmstenfalls - und das gilt ausnahmslos für alle, die nach 1960 geboren sind - gar nichts. Wer ein paar Stunden pro Woche arbeiten kann, bekommt eine kleine Erwerbsminderungsrente. Den anderen droht eine existenzielle Einkommenslücke, die auch die private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) in den meisten Fällen nicht schließt.

Den einen die Versorgungslücke, den anderen die Marktlücke: Versicherungskonzerne werben jetzt verstärkt für so genannte Dread-Disease-Policen.

Das Prinzip: Der Anbieter versichert zuvor vom Kunden festgelegte Krankheiten, sobald ein Arzt den Eintritt dieser Krankheiten bestätigt, zahlt die Assekuranz die vereinbarte fixe Summe aus - egal, ob der Kranke weiter arbeitet oder nicht und wofür er das Geld verwendet. Der hohe Freiheitsgrad macht den Charme dieser Police für viele Freiberufler aus. Berufsgruppen wie Dachdecker, Metzger, Musiker oder Friseure profitieren, weil sie in der klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung wegen ihrer Jobrisiken schlechte Karten haben.

Nur schlimme Krankheiten (Dread Disease) wie Krebs, Herzinfarkt, multiple Sklerose, Nierenversagen und Schlaganfall werden versichert. Anders als die private Krankenversicherung übernimmt die Assekuranz keine Therapie; anders als bei einer BU fließt keine monatliche Rente, sondern im Ernstfall unabhängig vom Schweregrad die vereinbarte Einmalzahlung. Die Unternehmen bieten zusätzlich Leistungen wie eine Risikolebensversicherung an, die eine vom Kunden definierte Summe im Todesfall auszahlt. Skandia zum Beispiel offeriert ein Paket mit Versicherungsschutz für 32 Krankheiten, das Pflegebedürftigkeit, vollständige Erwerbsminderung, Verlust von Gliedmaßen, schwere Unfälle und Organtransplantationen abdeckt.

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