Vorsorgekonzepte
Lebensversicherungen haben ausgedient

Klassische Vorsorgekonzepte wie die Lebensversicherung oder private Rentenversicherungen haben aus Sicht der Mehrheit der Versicherungsmakler endgültig ausgedient. An ihre Stelle rücken immer stärker geförderte Vorsorgemodelle sowie Produkte mit variablen Auszahlplänen. Daran ändert auch die Einführung der Abgeltungsteuer zum 1.1. 2009 nichts, die Lebensversicherungsmodelle steuerlich privilegiert.

ckk DÜSSELDORF. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von JP Morgan Asset Management unter Versicherungsmaklern, die dem Handelsblatt vorab vorliegt. Demnach schätzen 76 Prozent der befragten Makler die Perspektiven der klassischen Lebensversicherung als negativ ein. Auch von der privaten Rentenversicherung erwarten 70 Prozent einen Verlust oder maximal eine Stagnation der Bedeutung – trotz der Steuervorteile: Bei einer Laufzeit von mindestens 12 Jahren und einer Auszahlung ab dem 60. Lebensjahr wird nur die Hälfte des Zugewinns einer Lebensversicherung mit der Abgeltungsteuer belegt. Dennoch stimmt nur gut ein Drittel der befragten Makler der Aussage zu, die Abgeltungsteuer werde Lebensversicherungsprodukte wieder zu mehr Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Investmentprodukten wie Fonds und Zertifikaten verhelfen. Jeweils mehr als 80 Prozent der befragten Makler glauben hingegen an einen stark positiven Trend zu staatlich geförderten Vorsorgemodellen wie den Riester- oder Rürup-Renten sowie Produkten mit variablen Auszahlplänen. Damit rückt die Branche auch in einer Selbsteinschätzung immer stärker an freie Investment- sowie Bankberater heran.

In Deutschland sind nach Schätzungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rund 20 0 000 hauptberufliche Versicherungsmakler aktiv. Auf sie kommen ab 2008 mit dem Inkrafttreten des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) umfangreiche Beratungs- und Dokumentationspflichten zu. Zudem müssen sie Provisionen und Kosten offenlegen.

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