Wohngebäude Die beste Versicherung fürs Eigenheim

Wer sein Einfamilienhaus versichert, zahlt oft drauf. Die Preisunterschiede sind gewaltig - bei nahezu identischen Tarifen. Wie Versicherte sich gut schützen und den Konkurrenzkampf der Versicherer nutzen. Ein Ratgeber.
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Überflutete Keller: Das passiert nach einem überraschenden Starkregen heute häufiger als gedacht. Quelle: Reuters

Überflutete Keller: Das passiert nach einem überraschenden Starkregen heute häufiger als gedacht.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfAufgepasst! Wenn Versicherer laut klagen, sollten Kunden aufhorchen. Denn oft stimmen sich die Manager so gemeinsam auf höhere Preise ein. Und mehr zahlen soll natürlich demnächst der Kunde - in Form einer höheren Prämie. Bei den Versicherern von Häusern und Wohnungen scheint das gerade der Fall zu sein. 

Neben der Autoversicherung sei die Wohngebäudeversicherung „ein weiteres Sorgenkind“ der Branche, urteilt Robert Pohlhausen. Er muss es wissen, denn er ist Manager des Hannoveraner Sparkassenversicherers VGH und zugleich Sprecher für die Schaden- und Unfallversicherer im Branchenverband GDV.

Experten bestätigen den Befund aufgrund einer Befragung der größten Anbieter: „Nur 15 Prozent verdienen überhaupt Geld im operativen Geschäft“, sagt Dirk Schmidt-Gallas von der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners. In den vergangenen Jahren haben die Wohngebäudeversicherer Milliardenverluste angehäuft. Viele konnten das durch Gewinne in anderen Sparten ausgleichen. Doch wie lange geht das noch? Die Empfehlung des Beraters an die Versicherer lautet daher: „Preise erhöhen, Rabattvergabe überdenken und Bestand sanieren.“ 

Für Kunden bedeutet das: Sie müssen mit einer härteren Gangart der Versicherer rechnen. Dadurch kann sich im Einzelfall auch mal der Service verschlechtern. Doch auch wenn der eigene Versicherer aus Konkurrenzgründen nicht die Prämien anziehen sollte, Vergleiche lohnen sich in jedem Fall. Denn Analysten stellen gewaltige Preisunterschiede in der Wohngebäudeversicherung fest. Der teuerste Anbieter verlangt mitunter drei Mal so viel wie der günstigste – und das bei nahezu identischer Qualität des Produkts.   

„Erst die genaue Analyse offenbart die größten Unterschiede in den untersuchten Tarifen zur Wohngebäudeversicherung“, stellen die Analysten von Franke und Bornberg fest. Sie haben insgesamt 267 aktuell am Markt platzierte Tarife auf 73 verschiedene Leistungsdetails hin untersucht und bewertet. Für drei Beispielhäuser aus Hamburg, Hessen und Bayern fragte das Analysehaus - exklusiv für das Handelsblatt - die Preise bei besonders gut benoteten Versicherern ab. Die Ergebnisse finden sich auf den folgenden Seiten. Sie zeigen: Eine gute Wohngebäudeversicherung muss nicht teuer sein. Sie sollte aber gut sein.

Schließlich sei der Bau oder Kauf von Wohneigentum für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil ihrer Lebens- und Vermögensplanung, stellen die Analysten fest. Viele verbänden damit eine sichere Geldanlage, einen Teil ihrer Altersvorsorge und den Wunsch, sich eigene Werte zu schaffen. Um dieses Eigentum zu schützen, gehöre für jeden Hausbesitzer eine Wohngebäudeversicherung zu den existenziell wichtigen Versicherungen.

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8 Kommentare zu "Wohngebäude: Die beste Versicherung fürs Eigenheim"

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  • dazu kommen die ewigen Nörgelein des Kundens über Anpassungen (gleitender Neuwert), sodass viel Versicherer sich liebe auf´s Großkundengeschäft/Industriegeschäft fokusieren. Das was der Privatkunde wirklich braucht,kann und will er nicht zahlen. Die Rohre ausserhalb des Grundstücks zu wie Ablauf sind im schlechten Zustand da die beim Hausbau nicht erneuert oder saniert werden, weil jeder sagt,geht mich nix an. Die auf den Grundstück ja per Dichtigkeitskontrolle und die damit evtl sanierung vom Hauseigentümer eh selber bezahlt werden, sind also für die Versicherer kein Problem.

  • Wei hieß ncohmal der UNTERNEHEMNSBERATER der in der Zehntscheune in Bad Homburgs Stadtteil Ober-Erlenbach residierte (EHEC-Erreger) - KLÄRSCHLAMMM-Trocknung -
    und an der Business School am Untertor dozierte?
    Professor Fassebein vom Eckes Saftladen war es nicht.

    Lets learn blackmail

  • Ganz einfach: wie hie nochmal der "Unternehmensberater '10. Scheune' der an der Business School Tippsenmeister doziert. und zwar über WASSERQUUALITÄT"

    Prof. Fassewein ist es nicht.

  • Der ohnehin ruinöse Preisverfall durch Rabattschlachten und Preiskriege der Versicherer wird enden, denn in Zeiten von schwieriger Refinanzierung der privaten Altersversorgung und dem Versiegen von alternativen Kaptaleinnahmen, sind die Versicherer gewzungen sich auf das Kerngeschäft (Versicherung) zu stürzen und dieses proiftabel zu betreiben. Insofern werden sich die Prämienunterschiede der einzelnen Versicherer auf lange Sicht annähern. Wenn es am Kapitalmarkt wieder solide zugeht wird es aber nicht lange dauern bis der nächste aufstebende Branchenvertreter zum Angriff bläst und die nächste Sau durchs Dorf treibt. Es bleibt zu hoffen, dass durch die Preisschlachten der Markt bereinigt und ungesunde Versicherer vom Markt verdrängt werden. Das gesamte Privatgeschäft der Versicherer läuft seit Jahren teils so ruinös, dass einige Marktteilnehmer laut über eine Verabschiedung aus diesem Segment nachdenken.

    Ein längst überfälliger Schritt.

  • ...ist nichts, wenn Erdbeben kommen wie in Modena! Hört auf mit dieser Gehirnwäsche, dass Eigenheim GLÜCKLICH macht. Wenn man ätzende Nachbarn hat, ist das die HÖLLE, der man nicht entfliehen kann! Oder wenn man in Flörsheim wohnt, kann man dem Fluglärm nicht entgehen, der Wert des Eigenheims sinkt rapide: TOLLE SACHE!!!!

  • Also da soll noch einmal der Endverbraucher den "richtigen" Tarif finden. Was hier so als TopSchutz gesehen wird! Naja, ich als Makler vertrete da gegenüber meinen Mandanten eine andere Ansicht! Leider fehlen hier, wie auch so oft, Tarife diverser Konzeptanbieter! Was ist hier mit den Punkten, grober Fahrlässigkeit, Rohre außerhalb des Grundstücks, Windstärkeklauseln, etc.! Gruß aus Königswinter vufi.de

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