Zahl der neuen Verträge stieg um 6,1 Prozent
Bausparen weiter im Aufschwung

Das Bausparen in Deutschland ist nach einem rasanten Auftrieb im vergangenen Jahr auch 2004 „weiter im Aufschwung“.

HB BERLIN. So nahm die Zahl der bei privaten Bausparkassen abgeschlossenen neuen Verträge im ersten Halbjahr um 6,1 Prozent auf fast 1,5 Mill. zu nach plus 28 Prozent im gesamten Vorjahr. Damit verbunden war eine Erhöhung der Bausparsumme bis Ende Juni um 5,9 Prozent auf 32,6 Mrd. Euro, teilte der Verband der Privaten Bausparkassen am Dienstag in Berlin mit.

Die privaten Bausparkassen haben eine anhaltende Unsicherheit über die künftige Wohnungsbaupolitik bemängelt.

Verbandsgeschäftsführer Andreas Zehnder kritisierte in diesem Zusammenhang den von Rot-Grün erneut geplanten Wegfall der Eigenheimzulage. Er forderte die Bundesregierung auf, den Zusammenhang von Wohnungsbau und Binnenkonjunktur nicht länger zu unterschätzen. Bei einem Wegfall der Zulage werde im übrigen selbstgenutztes Wohneigentum als „sicherste und effizienteste Form der privaten Altersvorsorge diskriminiert“.

„Die Halbwertzeit von Gesetzesänderungen und von politischer Verlässlichkeit erreicht nicht einmal mehr ein halbes Jahr“, sagte Zehnder. Der Verband erwartet, dass das von der Bundesregierung beschlossene Aus für die Eigenheimzulage am Widerstand der Union im Bundesrat scheitert. Der Gesetzentwurf werde erneut für ein Strohfeuer bei den Bauanträgen mit anschließendem Einbruch sorgen, warnte Zehnder. Für eine nachhaltige konjunkturelle Wende fehle jede Basis. Man müsse sich an einen Tisch setzen und überlegen, wie eine neue Wohnungsbaupolitik aussehen könne.

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