Zinsgutschriften 2013: Einige Versicherer geben nur noch drei Prozent

Zinsgutschriften 2013
Lebensversicherung: Geiz ist geil

Einige Versicherer geben nur noch drei Prozent


Dieses Glaubensbekenntnis, dass sie Gutes für die Menschen tun, tragen die Lebensversicherer seit jeher vor sich her. Doch angesichts der dahin schmelzenden Gutschriften, zweifeln immer mehr Kunden an diesen Aussagen. Die wichtige Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung, also die jährliche Zinsgutschrift, fällt ja nun ganz deutlich in Richtung drei Prozent. Die ersten Lebensversicherer haben die Marke sogar schon erreicht.

Nur wenige Lebensversicherer weisen überhaupt noch eine Überschussbeteiligung von vier Prozent oder mehr aus. Dazu zählen zur Talanx gehörende Targo, die Landeslebenshilfe aus Lüneburg und die Nürnberger. Überraschend ist, dass einige vertriebsstarke Versicherer bereits die Marke von drei Prozent schon oder fast erreicht haben.

Dazu gehören neben den beiden Branchengrößen Zurich und Ergo auch die beiden großen Sparkassenversicherer Versicherungskammer Bayern und SV Sparkassenversicherung aus Stuttgart.

Nahezu jede Versicherung, die bisher ihre Überschussbeteiligung mitgeteilt hat, nahm eine Reduzierung vor. Nur ganz wenige halten diesen Satz noch stabil, wie ein Überblick auf der Internetseite der Ratingagentur Assekurata zeigt. Und selbst wenn einer aktuell nicht senkt, dann müssen Kunden in den nächsten Jahren mit Senkungen rechnen. Denn keiner in der Branche kann sich dem langfristigen Abwärtstrend bei den Zinsen entziehen.

 

 

Kommentare zu "Lebensversicherung: Geiz ist geil"

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  • Na ja, Hauptsache die Dividenden für die Aktionäre werden nicht gekappt, denn das wäre ja nochmal schöner....!

  • und wieder begteiligt sich das HB an einer Desinformationskampagne zugunsten seiner Anzeigen-Kunden und zu Lasten seiner Leser. Wir wollen doch mal klarstellen: nicht die Politik, sondern das BVG hat die Beteiligung der Versicherten an den Bewertungsreserven der Konzerne durchgesetzt. Wohlgemerkt handelt es sich bei den stillen Reserven um Vermögen, das ausschließlich mit Kundengeldern aufgebaut wurde. Die zweite Fehlinformation ist die, dass quasi Verbraucherschützer die Lebensversicherung kaputt geredet hätten. Dabei ist hinlänglich bekannt, dass klassische oder Fondsgebundene LV-Produkte völlig intransparente, unflexible, extrem teure und damit renditeschwache Finanzprodukte sind. Es steht jedem Kunden frei, sich davon selbst zu überzeugen.
    Mein Tipp: das kostenlose http://klv-check.de/lite
    In Wahrheit werden Lebensversicherer von der Politik nur deswegen in Samthandschuhen angefasst, weil sie die willigsten Abnehmer von Staatsanleihen waren.

  • So ist es: Das Handelsblatt berichtet schon seit mittlerweilen einigen Jahren auf recht anrüchiger Weise. Oft wird der Verbraucherschützer-"Papst" Niels Nauhauser zitiert, der anscheinend die Weisheit mit Löffeln gefressen hat. Aber auch Anlegeranwälte geben mittlerweile häufig einen zum Besten. Ich habe übrigens mein Wirtschaftswoche- und HB-Abo bereits gekündigt, weil ich dieses tendenziöse Gehabe und die Werbemaßnahmen für Anlergerkanzleien nicht mehr ertragen konnte.

  • Ist falsch. Banken waren in Ihrer Anlage in der Vergangenheit viel freier. Die Versicherer sind streng reglementiert.

  • Ein Sicherungsvermögen gibt es bei Banken nicht, bei Versicherungen schon. Das Vermögen der Sparer ist strikt von dem der Versicherung zu trennen. Das wird vom Treuhänder auch geprüft.

  • Wenn das HB "Lebensversicherung" schreibt, meint sie eigentlich eine Rentenversicherung. Das sei dem HB aber verziehen, da diesen "Fehler" einige Redaktionen machen. Wobei so unrecht diese auch nicht haben, denn eine Rentenversicherung ist auch nur eine Lebensversicherung mit vereinbarter Verrentung mit oder ohne Todesfallschutz.

  • Thema verfehlt. Auch ich bin kritisch und habe nicht alle Eier in einen Korb gelegt. Aber hier geht es um den Zins dieser Anlage. Nicht um die Systemabhängigkeit.

  • Nein, das wäre Wucher und gegen Treu und Glauben. Bitte bilden Sie sich. Kleingedrucktes? Aha, Sie haben noch nie eine Lebensversicherung abgeschlossen. Es steht groß dabei. Abschluss- und Verwaltungsgebühren. Und die Versicherer verlangen nicht hohe Gebühren. Sie kneifen ja schon mir Ihre Musterberechnung zu geben, wie Sie auf eine Verzinsung von unter 1% kommen. Geraten? Einfach mal erfunden? Es ist Fakt, dass jede Anlage vor Kosten die Zinsen angibt. Anders wäre es auch nicht möglich, da schließlich die Gebühren nicht linear mit der Anlagesumme und Anlagedauer ansteigen müssen. Einen Zins nach Kosten auszuweisen ist nur für den Einzelvertrag möglich. Auch hier verweise ich auf den Schriftwchsel von Ihrem Versicherer. Ich bekomme jedes Jahr eine entsprechende Nachricht darüber. Während ich bei meinem Fonds erst selbst aktiv werden muss.

  • Haha tolle Argumentation. Dann hab ich jetzt ein super-Geschäftsmodell entdeckt: Ich biete 10% Zinsen und garantiere zu 100 Prozent, dass dies stimmt! ins kleingedruckte muss ich leider schreiben, dass ich Kosten in Höhe von 12% verursache und natürlich nur garantieren kann, wenn nichts Unvorhersehbares passiert... Aber werben werde ich jetzt erstmal mit 10% Garantiezins und damit viel Geld einsammeln :) vielleicht hilft auch die ein oder andere Parteispende, dass gegen dieses Modell nichts unternommen wird :)

  • Ja? Ich bitte um einen Nachweis. Diese Musterrechnugn will ich sehen. Dass Zinsen immer vor Kosten angegeben werden, ist völlig normal. Das ist bei jedem Spar- und Anlageprodukt gleich und üblich. Auch bei weitaus teureren Fondsprodukten. Hier ist die Rendite immer vor der TER und vor dem AA. Und dass Kosten bei einer vorzeitigen Kündigung entstehen ist auch normal. Ich verweise hier auf die Vorfälligkeitsentschädigung und auf Vorschusszinsen. Hier würde auch niemand auf die Idee kommen dies mit einzurechnen. Nebenbei: Jeder Kunde kann bei Abschluss klar und deutlich sehen, was daran verdient wird. Dass verdient werden muss ist normal. Schließlich will auch der Angestellte am Monatsende seine Brötchen. So wie jeder andere auch. Auch Handwerker verdienen an dir Geld, wer hätte es geglaubt. Nur der weißt seinen Gewinn nicht aus...

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