Die Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung sinkt stärker als erwartet. Vier Prozent war einmal, die Branche robbt sich nun an drei Prozent heran. Das zeigt die Auswertung von mehr als 60 Anbietern.
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Kommentare

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  • Na ja, Hauptsache die Dividenden für die Aktionäre werden nicht gekappt, denn das wäre ja nochmal schöner....!

  • und wieder begteiligt sich das HB an einer Desinformationskampagne zugunsten seiner Anzeigen-Kunden und zu Lasten seiner Leser. Wir wollen doch mal klarstellen: nicht die Politik, sondern das BVG hat die Beteiligung der Versicherten an den Bewertungsreserven der Konzerne durchgesetzt. Wohlgemerkt handelt es sich bei den stillen Reserven um Vermögen, das ausschließlich mit Kundengeldern aufgebaut wurde. Die zweite Fehlinformation ist die, dass quasi Verbraucherschützer die Lebensversicherung kaputt geredet hätten. Dabei ist hinlänglich bekannt, dass klassische oder Fondsgebundene LV-Produkte völlig intransparente, unflexible, extrem teure und damit renditeschwache Finanzprodukte sind. Es steht jedem Kunden frei, sich davon selbst zu überzeugen.
    Mein Tipp: das kostenlose http://klv-check.de/lite
    In Wahrheit werden Lebensversicherer von der Politik nur deswegen in Samthandschuhen angefasst, weil sie die willigsten Abnehmer von Staatsanleihen waren.

  • Das Produkt "Lebensversicherung" ist bereits seit der einkommensteuerlichen Änderung zum 01.01.2005 quasi unverkäuflich. Hier haben die politischer Verantwortlichen bereits gezeigt, wieviel sie von privater Altersvorsorge halten. Wenn Steuern tatsächlich eine politische Steuerungswirkung haben sollen und nicht nur Haushaltslöcher sinnlos stopfen, dann soll jene in diesem Falle wohl sein, dass keiner mehr vorsorgt. Zur zitierten Altersarmut und Vorsorge-Bestrafung trägt die Tatsache bei, dass Rentenbzüge für die ab 2040 Pensionierten zu 100% mit dem persönlichen Steuersatz einkommensteuerpflichtig werden. Und nicht zuletzt wird das aktuell niedrige Zinsniveau durch politisch motivierte Geldmengen- und Marktmanipulationen hervorgerufen. Diese Aspekte fehlen mir in der Ursachenanalyse.

  • Wenn das HB "Lebensversicherung" schreibt, meint sie eigentlich eine Rentenversicherung. Das sei dem HB aber verziehen, da diesen "Fehler" einige Redaktionen machen. Wobei so unrecht diese auch nicht haben, denn eine Rentenversicherung ist auch nur eine Lebensversicherung mit vereinbarter Verrentung mit oder ohne Todesfallschutz.

  • Dieses Fachgesimpele hier nervt genauso wie dieser schlechte Artikel. Es scheint hier eine menge Versicherungsverkäufer zu geben, die ihren Frust loswerden müssen.
    tztztz....
    Fakt ist nun einmal, dass deutsche Sparer millionen von LV Verträgen haben. Fakt ist auch, dass die LV sich als akzeptable Anlage erwiesen hat, wenn man sie denn auch durchgehalten hat.
    Fakt ist auch, dass die Branche ihr Geld da anlegt, wo es die Banken tun. Wenn die Einen umfliegen, fliegen die Anderen genauso um. Alles Geschrei ist überflüssig, wenn der große Crash käme, würde ich keinen Pfifferling mehr auf eine LV setzen, genauso wenig wie auf Festgeld bei der Bank oder Anleihen bei Unternehmen oder was auch immer.

  • Ist falsch. Banken waren in Ihrer Anlage in der Vergangenheit viel freier. Die Versicherer sind streng reglementiert.

  • Thema verfehlt. Auch ich bin kritisch und habe nicht alle Eier in einen Korb gelegt. Aber hier geht es um den Zins dieser Anlage. Nicht um die Systemabhängigkeit.

  • Zu unterscheiden sind hier seriöse Versicherer die am Niedrigzins leiden, und die Gesellschaft Ergo, die die VICTORIA Lebensvers. AG -im Auftrag der Münchner Rück- aufgrund Mißmanagement "abwickelt".

    So werden dem Sicherungsvermögen der VICTORIA Lebensvers. AG keine neuen Sparbeiträge zugeführt. Grund hierfür ist die Entscheidung, kein Neugeschäft mehr der VICTORIA Leben zuzuführen.

    Diese Vorstandsentscheidung wurde zur Umgehung der Eigenkapitalvorschriften getroffen.

    Die BaFin hat den "Run Off" der VICTORIA Lebensvers. AG sogar genehmigt !!.

    Fazit:

    Die Altersvorsorgesparer bei der VICTORIA Leben
    werden daher deutlich weniger Geld zum Ablauf erhalten.

    Übrig bleibt nur diese Frage:

    Wann wickelt der Vorstand in enger Zusammenarbeit mit dem Finanzminister und der BaFin die Ergo Lebensvers. AG ab ?

  • Es will einfach keiner kapieren.

    Was hier gerade abgeht, ist die Enteignung deutscher Sparer. Klar kommt niemand und sagt "Du musst mir Deine Kohle geben". Das passiert schleichend über die Schraube mehr Inflation als Rendite.

    Es will einfach keiner kapieren, dass dies alles zum großen Plan gehört, wie man an das Geld der Deutschen kommt.

  • Ich schließe mich voll und ganz den anderen Kommentatoren an. Das HB arbeitet hier mehr als unseriös. Ich vermisse auch die Alternativen im aktuellen Niedrigzinsumfeld. Darüber hinaus dürfen auch einmal gerne Alternativen mit Garantien auf das Sparvermögen und einer ähnlich breiten Diversifikation genannt werden. Auch die Kostenbelastung wäre mal interessant gegenüberzustellen (Fonds mit Ausgabeaufschlag ggü LVs).
    Aber anstatt gut zu arbeiten ficht das Handelsblatt seinen Kleinkrieg vor allem mit der Ergo anhand eines Versicherungsbashing aus.
    Mir erscheint die Bild aktuell niveauvoller.

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